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Volkswagen kämpft an allen Fronten

Volkswagen Volkswagen kämpft an allen Fronten

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen sorgt weltweit für Aufregung. Der VW-Konzern muss an vielen Fronten für Aufklärung sorgen und sieht sich mit immer neuen Problemen und auch drohenden Klagen konfrontiert. Der Überblick:

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Schulz

Quelle: Ingo Wagner
  • In Australien drohen VW möglicherweise Millionenstrafen. Zum einen könnten Verbraucher mit falschen Angaben über die Umweltfreundlichkeit der Wagen getäuscht worden sein, teilte die Verbraucherschutzbehörde mit. Zum anderen verstoße der Einbau manipulierter Software gegen Gesetze.
  • Zum Ausgleich für möglicherweise zu Unrecht erlassene Steuern prüft die schwedische Regierung Nachzahlungsforderungen an VW. „Falls sich herausstellt, dass die Emissionen höher waren als behauptet, kann es sein, dass einige Autos zu niedrig besteuert wurden“, so die schwedische Finanzministerin Magdalena Andersson.
  • In den USA, wo die Affäre nach Ermittlungen der Umweltbehörde EPA ihren Anfang nahm, droht VW eine Strafzahlung von 18 Milliarden Dollar. Es laufen außerdem strafrechtliche Ermittlungen des US-Justizministeriums. Darüber hinaus drohen eine Reihe Sammelklagen von Kunden.
  • In Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Das Kraftfahrtbundesamt hat Volkswagen aufgefordert, bis zum 7. Oktober einen verbindlichen Maßnahmen- und Zeitplan zur technischen Lösung der Probleme vorzulegen. Außerdem könnten VW Steuernachzahlungen drohen. „Hier wurden nicht nur die Kunden vorsätzlich über den Schadstoffausstoß getäuscht, sondern auch der Staat bei der Festsetzung der Kraftfahrzeugsteuer“, erklärte der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) gegenüber dem „Spiegel“.
  • Die EU-Kommission rief die Mitgliedstaaten auf, „auf nationaler Ebene die nötigen Untersuchungen“ einzuleiten und anschließend die Ergebnisse mitzuteilen.
  • Der Abgasskandal beschäftigt am nächsten Dienstag das Europaparlament in Straßburg.  „Es ist völlig außer Zweifel, dass ein solcher dramatischer Vorgang wie der bei Volkswagen diese Debatte beherrschen wird“, sagt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD).
  • Die italienische Regierung will landesweit 1000 Fahrzeuge des Konzerns stichprobenartig untersuchen lassen. „Jeder Test kostet rund 8000 Euro, aber das ist es uns wert“, sagte Verkehrsminister Graziano Delrio. In Italien sind fast 650.000 Autos vom Skandal betroffen.
  • Das Schweizer Bundesamt für Straßen (Astra) hatte sogar ein vorübergehendes Zulassungsverbot für Fahrzeuge mit dem betroffenen Motor angekündigt. Es wurde inzwischen zurückgezogen.
  • In Belgien hat der VW-Importeur D‘Ieteren 3200 Diesel mit dem fraglichen Motor EA 189 vorsorglich vom Markt genommen.
  • In Frankreich kündigte Umweltministerin Ségolène Royal eine eingehende Untersuchung an. Gegen VW laufen Ermittlungen wegen Betrugs. Außerdem erwägt die Regierung, eine Rückzahlung öffentlicher Förderung zu fordern.
  • Auch Spanien will von VW Subventionen für schadstoffarme Autos zurückverlangen.
  • In Großbritannien hält der VW-Konzern „als freiwillige Maßnahme“ 4000 zum Verkauf stehende Diesel-Fahrzeuge mit EA-189-Motoren zurück. Außerdem bereiten zwei Anwaltskanzleien eine millionenschwere Sammelklage vor.
  • Auch Norwegen geht dem Verdacht auf Betrug nach und prüft, ob die importierten VW-Fahrzeuge mit der fraglichen Software ausgerüstet waren.
  • Auch Rumänien will von VW Nachzahlungen wegen möglicherweise zu Unrecht erlassener Steuern fordern.
  • In Südkorea wurden bereits Klagen von VW-Fahrern eingereicht. Die Regierung will das Abgasniveau von drei VW-Modellen kontrollieren.
  • In Japan bestellte die Regierung die Autohersteller zum Rapport.
  • Auch Indien ordnete eine Untersuchung an.
  • In Mexiko prüft die Regierung, ob Motoren mit der entsprechenden Software in der Fabrik von Puebla hergestellt werden, wo VW tausende Fahrzeuge für den US-Markt produziert.
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