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Verhandlungen über Haustarif bei VW vertagt

Volkswagen Verhandlungen über Haustarif bei VW vertagt

Die erste Verhandlungsrunde zwischen Volkswagen und der IG Metall über einen neuen Haustarifvertrag ist gestern in Hannover ergebnislos auf den 12. Februar vertagt worden. Ein Angebot legte VW nicht vor.

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VW-Haustarif: IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine bedauert, dass VW kein Angebot vorgelegt hat.

Quelle: dpa

„Die Chance, sich von den Arbeitgebern in der Fläche abzuheben und frühzeitig in konstruktive Verhandlungen einzutreten, hat das Unternehmen klar verpasst“, kritisierte IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine. „Ich erwarte, dass sich das in der zweiten Verhandlung ändert. Um die Tarifverhandlungen zügig zum Ergebnis zu führen, muss jetzt ein Angebot von Volkswagen auf den Tisch.“ VW-Verhandlungsführer Martin Rosik mahnte mit Hinweis auf die Unwägbarkeiten der Weltpolitik einen maßvollen Abschluss an (Text unten).

VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh drohte: „Volkswagen will auf der einen Seite nicht, dass wir zeitgleich mit der Fläche verhandeln. Auf der anderen Seite versteckt sich Volkswagen hinter der Fläche und legt in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vor. Wenn sich daran nächste Woche nichts ändert, werden wir uns überlegen, ob wir mit Volkswagen vor der Vorlage des Ergebnisses 2014 im März überhaupt noch Gespräche führen.“ Er mahnte: „Das wird dann eine lange und sicherlich harte Auseinandersetzung, aber das Unternehmen fordert dies heraus, indem es mit leeren Händen und anscheinend schlecht vorbereitet an den Verhandlungstisch kommt.“

„Maßvoller Abschluss unverzichtbar“

Statt eines Angebots verbreitete Volkswagen gestern Krisenstimmung zum Start der Tarifrunde. VW-Verhandlungsführer Martin Rosik sagte: „Die Unsicherheiten in vielen Regionen der Welt nehmen zu. Risiken, die bereits während der Tarifrunde 2013 bestanden, haben sich verfestigt. 2015 sind neue hinzugekommen.“

Deshalb komme es mehr denn je darauf an, die Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden, sagte der VW-Pkw-Personalleiter. „Ein maßvoller Abschluss ist unverzichtbar.“
Politische und wirtschaftliche Instabilität in vielen Regionen wachse, Länder wie Russland, Brasilien oder Argentinien stecken in der Krise. Mit Blick auf Europa sagte Rosik: „Die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa sind so gering wie vor 20 Jahren.“
„Wir haben der IG Metall unsere Analyse erläutert und angeboten, zusammen mit der Arbeitnehmerseite die richtige Antwort auf die Situation zu erarbeiten“, so Rosik. Er versicherte: „Volkswagen wird auch künftig in Deutschland Autos bauen. Wir haben damit nur Erfolg, wenn wir gemeinsam die richtigen Lösungen finden. Dazu gehört mehr denn je, die Kosten im Griff zu halten.“

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