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VW will mit Kernmarke mehr Gewinn machen

Aktuelle Lage beim Autobauer VW will mit Kernmarke mehr Gewinn machen

Volkswagen will mit seiner lange gewinnschwachen Kernmarke VW im laufenden Jahr deutlich mehr Geld verdienen. Die operative Umsatzrendite solle auf Jahressicht am oberen Ende der Bandbreite von 2,5 bis 3,5 Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mit.

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Blick in die Zukunft: VW-Markenchef Herbert Diess wird heute unter anderem über die Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie „Transform 2025+“ berichten.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Wolfsburg. Im vergangenen Jahr hatte sie lediglich 1,8 Prozent betragen - auf Basis der jetzt geltenden Bilanzierung wären es 2,1 Prozent gewesen. Einige Importeursgesellschaften, die auch Autos anderer Konzernmarken vertreiben, werden neuerdings nicht mehr zur Marke gezählt.

Herbert Diess (r), Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Pkw, und Arno Anlitz, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw im Geschäftsbereich Controlling und Rechnungswesen, sprechen am 05.05.2017 während der Jahres-Pressekonferenz in Wolfsburg (Niedersachsen) vor Medienvertretern.

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VW-Kernmarke soll mehr Gewinn abwerfen

Die Volkswagen-Kernmarke gilt als renditeschwach im Vergleich mit der Konkurrenz - und war lange ein Sorgenkind des VW-Konzerns, der von ertragreicheren Töchtern wie Porsche und Audi profitiert hatte.

Markenchef Herbert Diess wurde von BMW geholt, um den Autobauer profitabler zu machen. Dazu hat das Unternehmen zusammen mit dem Betriebsrat auch einen "Zukunftspakt" vereinbart, der unter anderem den Wegfall von weltweit bis zu 30 000 Stellen vorsieht - ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Im Gegenzug sollen Tausende Arbeitsplätze in Zukunftsfeldern entstehen. Der Umsatz der Stammmarke mit den wichtigen Modellen Golf und Passat soll den Angaben zufolge in diesem Jahr um zehn Prozent zulegen. 2016 waren es 74 Milliarden Euro.

Strategie „Transform 2025+"

Die Marke Volkswagen kommt bei der Umsetzung der im vergangenen November vorgestellten Strategie „Transform 2025+" und bei der Stärkung der Profitabilität im operativen Geschäft zügig voran. Im laufenden Jahr erwartet der Markenvorstand weitere Fortschritte auf den strategischen Handlungsfeldern und Verbesserungen der Finanzkennzahlen nach einem starken ersten Quartal.

Der Vorsitzende des Markenvorstandes, Dr. Herbert Diess, sagte dazu beim Jahresgespräch der Marke Volkswagen in Wolfsburg: „2016 war für die Marke Volkswagen ein entscheidendes Jahr.  Es war ein Transformationsjahr – und markiert den Aufbruch in eine neue Phase unseres Unternehmens. Wir haben uns intensiv um die Diesel-Krise gekümmert. Wir haben im operativen Geschäft die Wende eingeleitet. Und wir haben die strategische Neuausrichtung der Marke erarbeitet. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen Volkswagen zukunftsfähig aufstellen – und bis 2025 eine führende Rolle in der dann veränderten Automobilindustrie einnehmen."

Umbau in drei Phasen:

Volkswagen plant auf Basis der Strategie „Transform 2025+" einen Umbau in drei Phasen: Bis 2020 will die Marke das Kerngeschäft neu aufstellen und bis 2025 Weltmarktführer in der Elektromobilität werden. Ab 2025 liegt der Fokus auf neuen Mobilitätslösungen und Geschäftsmodellen, um die Transformation der Branche an der Spitze mitzugestalten.

Jahrespressegespräch ist eine Premiere

Während die anderen Konzernmarken wie Audi oder Porsche stets im Frühjahr ihre Bilanz des zurückliegenden Geschäftsjahres bei einer eigenen Pressekonferenz vorstellten, wurden die Zahlen der Marke VW bislang immer nur am Rande der Konzern-Jahrespressekonferenz im März thematisiert - und gingen dabei trotz der hohen Bedeutung der Marke für den Gesamtkonzern zuweilen ein wenig unter.

Im Zuge der Trennung zwischen dem VW-Konzern als Überbau und der Marke VW soll sich das künftig ändern. „Im Sinne der Transparenz wollen wir von nun an detaillierter und regelmäßiger über die Entwicklung von Volkswagen informieren“, kündigt Markenchef Herbert Diess an. Das Pressegespräch soll von nun an jedes Jahr stattfinden. Dabei wird Diess heute eine Bilanz für 2016 ziehen, „ein entscheidendes Jahr, das den Aufbruch in eine neue Phase unseres Unternehmens markiert hat“. Der Markenchef wird sich außerdem über die Umsetzung des Zukunftspaktes und der neuen Unternehmensstrategie „Transform 2025+“ informieren.

VW-Finanzvorstand Arno Antlitz wird die finanzielle Situation der Marke beleuchten. Die Marke VW erzielte im ersten Quartal ein operatives Ergebnis von 869 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es 73 Millionen Euro gewesen.„Diese Geschäftszahlen sind ein klares Indiz, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, sagt Antlitz.

Die Jahrespressekonferenz findet am Freitag ab 10 Uhr im VW-Markenhochhaus statt. Hier laufen seit Tagen die Vorbereitungen. Es werden Kabel verlegt, Schweinwerfer installiert, Mikrofone angeschlossen und Stühle geschleppt. Angemeldet haben sich Zeitungen, Online-Medien, TV- und Radio-Sender, hinzu kommen zahlreiche Finanzanalysten.

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