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VW unter Strom: Die WAZ testete den Golf GTE

Volkswagen VW unter Strom: Die WAZ testete den Golf GTE

VW steht mächtig unter Strom: Gut ein halbes Jahr nach dem Start des e-Golf bringen die Wolfsburger ihr Erfolgsmodell zum Jahresende auch mit kombiniertem Elektro- und Benzin-Motor (Plug-In-Hybrid) auf die Straße.

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Elektro- und Benzin-Motor unter der Haube: WAZ-Redakteur Florian Heintz fuhr in Zürich den neuen VW Golf GTE, der zum Jahresende auf den Markt kommt.

WAZ-Redakteur Florian Heintz testete den neuen Golf GTE vorab in Zürich. Sein Bericht:

Rein äußerlich hebt sich der GTE kaum vom Standard-Golf ab. Gut erkennen kann ich ihn am blauen Streifen im Kühlergrill und in den Scheinwerfern. Auch die karierten Sportsitze im GTI-Stil sind in blauem Design gehalten - die Farbe steht bei VW für Elektromobilität.

Beim Anlassen startet der Wagen automatisch im emissionsfreien „E-Mode“. Der GTE verhält sich jetzt ganz wie ein e-Golf, also fast geräuschlos und mit kräftiger Beschleunigung. Rein elektrisch ist der GTE bis zu 130 km/h schnell. Die maximale Reichweite liegt bei 50 Kilometern. Im Alltag wäre ich wohl meistens im E-Modus unterwegs, da ich hauptsächlich kurze Strecken in der Stadt fahre.

Heute habe ich etwas mehr vor, einen langen Rundkurs um den Zürichsee, deshalb wechsle ich in den Hybrid-Modus. Das geht ganz einfach über den Bildschirm des Multimedia-Systems. Jetzt arbeiten der E-Motor und der Benziner harmonisch zusammen. So bringt es der GTE auf eine Reichweite von rund 940 Kilometer, bevor er wieder an die Zapfsäule (oder Steckdose) muss.

Den meisten Spaß, aber auch mehr Verbrauch, gibt‘s per Knopfdruck im GTE-Modus. Dann sprintet der Wagen in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und muss sich nicht vor seinen großen Brüdern in der Golf-Familie, dem GTI und dem GTD, verstecken. Die Geschwindigkeit lässt sich auf bis zu 222 km/h steigern. Ausprobiert habe ich das allerdings nicht, denn der Schweizer Bußgeldkatalog ist berüchtigt.

Fazit: Mit dem GTE ist VW eine überzeugende Mischung aus Sportlichkeit und emissionsfreiem Fahren gelungen. Der Preis ist mit 36.900 Euro allerdings happig (noch einmal 2000 Euro teurer als der e-Golf). Ein weiterer Haken: Da ich weder über Garage noch Carport verfüge und mir jeden Abend einen neuen Parkplatz suchen muss, wäre das Aufladen an der Steckdose eine Herausforderung.

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