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VW streicht Boni der Vorstände zusammen

Abgas-Skandal VW streicht Boni der Vorstände zusammen

Volkswagen kürzt wegen des Abgas-Skandals die Auszahlungen an die Top-Manager. Über die Höhe der geplanten Kürzung gibt es bislang noch keine Angaben. Die Kürzung soll offenbar auch für Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch gelten, der zuvor Finanzvorstand von Volkswagen war.

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Quelle: dpa

Wolfsburg. Im Streit um die millionenschweren Boni für den VW-Vorstand zeichnet sich eine Lösung mit Zugeständnissen aufseiten der Top-Manager ab. "Aufsichtsrat und Vorstand sind sich einig, dass angesichts der aktuellen Lage des Unternehmens ein Zeichen auch beim Thema Vorstandsvergütung gesetzt werden muss", sagte eine mit den Beratungen vertraute Person. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden aktuell "verschiedene Modelle diskutiert und abgestimmt, die für alle Beteiligten eine angemessene und faire Lösung darstellen". Wie hoch die Einschnitte ausfallen könnten, blieb zunächst unklar. Details zu den Einbußen bei den Boni für 2015, die einen Großteil der Gesamtvergütung im Vorstand bilden, waren zunächst unklar. Jedoch verlautete aus sicherer Quelle: "In der Konsequenz würde dies zu einer deutlichen Absenkung der variablen Vergütung führen." Ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

Die Bereitschaft zu Verzicht gelte "auf eigenen Wunsch" nachträglich auch für den neuen Aufsichtsrats-Chef Hans Dieter Pötsch, wie zu hören war. Der frühere Finanzvorstand war im Zuge der Diesel-Affäre im vergangenen Herbst an die weniger gut dotierte Spitze der Konzern-Kontrolleure gewechselt. Weil sein millionenschwer dotierter Vorstands-Vertrag eigentlich noch länger gelaufen wäre, gab es für Pötsch eine Regel, die finanzielle Nachteile auffing. Nun steckt auch er bei den Boni für 2015 zurück. Mit der Bereitschaft zum Kompromiss ist das Streitthema noch nicht endgültig abgeräumt. Denn über das Salär des Konzern-Vorstandes wacht der 20-köpfige VW-Aufsichtsrat und dessen sechsköpfige Spitze, das VW-Präsidium. Die Kontrolleure müssen nun über den Vorschlag beraten. Ebenfalls im Fokus der Boni-Debatte ist Ex-Konzernchef Martin Winterkorn. Er verließ Ende September wegen des Abgas-Skandals die Spitze von Europas Branchenprimus, betonte aber seine Unschuld. Er hat weiter einen laufenden Vertrag. Details dazu werden für den 28. April erwartet, wenn der Konzern seine Jahresbilanz 2015 vorlegt. Laut "Handelsblatt" ist auch Winterkorn bereit für einen Verzicht. 

dpa

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