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VW muss Mitarbeiter für Arbeitswelt der Zukunft schulen

Volkswagen VW muss Mitarbeiter für Arbeitswelt der Zukunft schulen

Eines steht schon heute fest: Digitalisierung und Vernetzung werden die Arbeitswelt bei Volkswagen radikal verändern. Sowohl an den Bändern der Produktionshallen als auch in den Büros der Entwickler und Ingenieure.

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Weiterbildung bei Volkswagen: Die Group Academy setzt dabei auf moderne Technik wie heute schon beim virtuellen Schweißen.

Quelle: Volkswagen

Wolfsburg. Zigtausend VW-Mitarbeiter werden in den kommenden Jahren immer wieder weitergebildet werden müssen, um am Puls der Zeit zu bleiben. Zuständig dafür ist die Volkswagen Group Academy. Und die tüftelt gerade an sehr interessanten und spannenden Konzepten.

„Die Produktion und die Büros werden sich umstellen müssen“, sagt Ralph Linde, Leiter der Group Academy. „Für einige wird sich der Arbeitsalltag drastisch ändern, für andere weniger dramatisch.“ Er nennt ein Beispiel: „Durch die digitale Vernetzung kommunizieren Maschinen künftig stärker miteinander. Das bedeutet, dass ein Mitarbeiter für eine Problemlösung nicht mehr ausreicht - er wird zwei, drei weitere Kollegen hinzuziehen müssen.“ Das betreffe Instandhalter genauso wie Anlagenführer und Montagearbeiter. Die müsse man weiterbilden.

Außerdem werde es künftig eine Kooperation zwischen Robotern und Menschen - etwa am Montageband - geben. „Viele Mitarbeiter sehen Roboterkollegen mit Skepsis. Da hilft nur, Erfahrungen zu sammeln.“ Nämlich die, dass sich der Roboter auf den Menschen einstellt - nicht umgekehrt.

Wie genau VW seine Mitarbeiter künftig weiterbildet, steht noch nicht fest: „Mein Traum ist Bildung on demand“, sagt Ralph Linde. Ein Beispiel: Vor dem Anlauf eines neuen Modells gehen Mitarbeiter einzelne Montageschritte mit einer 3D-Brille durch. Die High-Tech-Brille speichern diese Daten - und die sind fortan an den Bändern von China bis Mexiko innerhalb weniger Sekunden abrufbar. Oder 3D-Sprachunterricht: „Man lernt Englisch in einer virtuellen Welt“, so Linde. „Man geht virtuell in eine Kneipe oder ins Museum und unterhält sich dort mit Leuten.“

Das alles ist natürlich noch Zukunftsmusik. Aber die ersten Elemente hat VW laut Linde bereits in seine Ausbildung integriert: „Zum Beispiel virtuelles Schweißen.“ Weitere werden folgen. Schritt für Schritt. In den nächsten fünf, zehn und 20 Jahren.

bis

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