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VW durfte IS-Sympathisanten fristlos kündigen

30-Jähriger scheitert mit Klage VW durfte IS-Sympathisanten fristlos kündigen

VW durfte einem mutmaßlichen IS-Sympathisanten fristlos kündigen. Das Arbeitsgericht Braunschweig wies am Montag die Kündigungsschutzklage des 30-Jährigen gegen seine Entlassung ab. Der Mann war vor zwei Jahren aufgefallen, weil er mit einer Drohne im Reisegepäck ausreisen wollte.

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Die Kündigung eines Mitglieds der Wolfsburger Islamistenzelle durch Volkswagen ist rechtens.

Quelle: Archiv

Braunschweig. Das Braunschweiger Arbeitsgericht stellte in seiner Kammerverhandlung am Montag fest, dass die fristlose Kündigung Bestand hat. In seiner Begründung habe sich die Kammer stark auf ein vorangegangenes Urteil des Verwaltungsgerichts berufen, erläuterte der Direktor des Arbeitsgerichts Lutz Bertram gegenüber der AZ/WAZ. Die dort getroffene Feststellung, dass der 30-Jährige offenbar den Dschihad, also den „heiligen Krieg“ unterstützen wolle, sei geeignet, das Vertrauenverhältnis gegenüber seinem Arbeitgeber zu erschüttern.

Der Mann war vor zwei Jahren aufgeflogen, als ihn die Bundespolizei am Flughafen Hannover mit einer Drohne im Gepäck aus dem Verkehr zog - der 30-Jährige wollte offenbar nach Syrien in den Krieg ziehen. Die Stadt Wolfsburg sprach daraufhin ein Ausreiseverbot aus und zog den Reisepass ein. Zu Recht, wie das Verwaltungsgericht entschieden hatte. Daraufhin hatte VW dem Mann die fristlose Kündigung ausgesprochen, nachdem dieser zuvor angeblich einen Aufhebungsvertrag und 50.000 Euro Abfindung ausgeschlagen hatte.

Nun geht der 30-Jährige ganz leer aus. Allerdings kann gegen das gestrige Urteil noch Berufung beim Landesarbeitsgericht eingelegt werden.

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