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VW: Wolfsburger hatte Idee des Jahres 2015

Volkswagen VW: Wolfsburger hatte Idee des Jahres 2015

Bei Volkswagen prüfen künftig zusätzlich zum geschulten Blick der Mitarbeiter hochauflösende Digitalkameras, ob die Lackoberfläche fehlerfrei ist. Das Verfahren hat der Wolfsburger VW-Mitarbeiter Dr. Matthias Nöthen (31) entwickelt, gestern wurde es vom Ideenmanagement zur „Idee des Jahres 2015“ gekürt.

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Im Wolfsburger VW-Werk sind die Installationsarbeiten für die Inline-Lackstrukturmessung angelaufen: Johannes Hetterich (Leiter Lackiererei Fertigung 1), Pirka Falkenberg vom Ideenmanagement, Werkleiter Jens Herrmann, Ideengeber Dr. Matthias Nöthen und Betriebsrätin Gabriele Trittel (v.l.).

Quelle: Volkswagen

Sein Prüfsystem misst die Lackstruktur und bewertet die Lackqualität nach einem patentierten Algorithmus. Diese Qualitätschecks sind in den Fertigungsfluss integriert, somit entfällt das aufwändige Aussteuern von Karosserien.

Das neue Prüfverfahren hilft bei der Qualitätssicherung in der Lackiererei und sorgt gleichzeitig für schlankere Arbeitsabläufe. Allein der VW-Standort Emden, wo die Technik zuerst erprobt und in die Fertigung integriert wurde, spart durch die präzisierten Arbeitsabläufe im Jahr rund 420.000 Euro ein. Derzeit wird eine gleichartige Prüfanlage im Werk Wolfsburg installiert.

Wolfsburgs Werkleiter Jens Herrmann gratulierte Nöthen als Erster. „Die ‚Idee des Jahres‘ ist auch ein gutes Beispiel für den Wissenstransfer bei Volkswagen“, sagte Herrmann. „Wir bringen gute Ideen in die Serie, tragen sie weiter und setzen sie standortübergreifend ein.“

Nöthen kam im April 2012 als Technischer Sachbearbeiter und Koordinator für Planungs- und Produktionssysteme zu Volkswagen. Zuvor hatte er in Dresden Elektrotechnik studiert und am Fraunhofer-Institut promoviert. „Die besten Ideen kommen mir beim Laufen“, sagte der begeisterte Triathlet.

Die für das Ideenmanagement zuständige Betriebsrätin Gabriele Trittel sagte: „Die ‚Idee des Jahres 2015‘ ist ein gutes Beispiel für Innovation und Wirtschaftlichkeit. Ihre strategische Bedeutung kommt unter anderem im standortübergreifenden Nutzen zum Ausdruck.“

„Die Auszeichnung ‚Idee des Jahres‘ ist zugleich Anerkennung für den Standort Emden“, betonte Pirka Falkenberg, Leiterin Volkswagen Ideenmanagement. „Die Kolleginnen und Kollegen um Richard Bojen und Gerald Boomgaarden haben das Potenzial für die Emder Lackiererei erkannt und der Idee zusammen mit Matthias Nöthen zum Durchbruch verholfen.“

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