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VW-Vertriebsbetreuung: IG Metall setzt Tarifstruktur durch

Volkswagen VW-Vertriebsbetreuung: IG Metall setzt Tarifstruktur durch

Wolfsburgs längster Tarifkonflikt ist beigelegt! Nach zweijähriger Auseinandersetzung hat die IG Metall einheitliche Tarifbedingungen für die rund 1350 Beschäftigten der Volkswagen-Vertriebsbetreuungsgesellschaft durchgesetzt. Davon profitieren auch die knapp 500 Mitarbeiter am Standort Wolfsburg.

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VW-Vertriebsbetreuungsgesellschaft: IG-Metall-Verhandslungsführer Thilo Reusch (l.) sprach im September 2013 bei einem Warnstreik in Wolfsburg zu den Beschäftigten.

Quelle: Manfred Hensel

Die Beschäftigten der Vertriebsbetreuungsgesellschaft arbeiten an zwölf Standorten in Deutschland in den Bereichen Volkswagen Service und Informationstechnologie. Sie beraten an der Schnittstelle zum Hersteller die VW-Händler in allen technischen Fragen rund ums Auto. Zudem stellen sie die notwendige Informationstechnologie für die Händler zur Verfügung. Zur Vertriebsbetreuungsgesellschaft gehört auch das Volkswagen-Automobilforum in Berlin.

Die Beschäftigten arbeiteten bisher zu völlig unterschiedlichen tariflichen Bedingungen - teilweise zu Bedingungen des Kfz-Handwerks, teilweise ohne Tarifverträge. „Wir konnten den Wildwuchs bei der Vertriebsbetreuungsgesellschaft endlich beenden und klare tarifliche Strukturen für alle Beschäftigten schaffen. Dabei ist es uns gelungen, die Arbeitszeit deutlich zu reduzieren. Ohne die massiven Proteste der Beschäftigten wäre das sicherlich nicht möglich gewesen“, sagte IG-Metall-Verhandlungsführer Thilo Reusch.

htz

WAZ-INFO: Das Tarifpaket im Detail

Die IG Metall hat mit der Vertriebsbetreuungsgesellschaft von Volkswagen ein Tarifpaket geschnürt. Der Überblick:

  • Die jetzt tariflich einheitlich festgelegten Entgelte steigen ab Juni um 3,4 Prozent. Mit dem Mai-Entgelt gibt es eine Einmalzahlung von 150 Euro. Der Tarifvertrag läuft bis Ende Mai 2016.
  • Die wöchentliche tarifliche Arbeitszeit wird ab April 2015 auf zunächst 36 Stunden in der Woche festgeschrieben. Ab Juli 2017 reduziert sich die tarifliche Arbeitszeit um eine weitere Stunde auf 35 Stunden pro Woche. Für acht Prozent der Beschäftigten kann eine 40-Stunden-Woche vereinbart werden. Die Quote verringert sich ab Juli 2017 auf maximal fünf Prozent der Belegschaft. Beschäftigte, die 40 Stunden in der Woche arbeiten, erhalten entsprechend mehr Geld.

htz

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