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VW-Übernahmeschlacht: Welche Rolle spielte Piëch?

Volkswagen VW-Übernahmeschlacht: Welche Rolle spielte Piëch?

Drei Wochen lang tobte ein Machtkampf in der VW-Spitze, an dessen Ende Patriarch Ferdinand Piëch (78) zurücktrat. Für diesen Vorgang gilt sein Verhältnis zu den Porsche-Verwandten als ein Schlüssel. Auch vor Gericht ist das derzeit ein Thema.

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Protagonisten der VW-Übernahmeschlacht: Konzern-Patriarch Ferdinand Piëch (l.) mit dem früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Ex-Finanzvorstand Holger Härter (r.).

Quelle: Fotos: Archiv

Die juristischen Altlasten des Übernahmekampfs von Porsche und Volkswagen rückten gestern vor dem Landgericht in Hannover die Rolle des früheren VW-Aufsichtsratschefs Piëch in den Blickpunkt. Der damalige Chefjurist der Porsche-Holding PSE sagte über die heiße Phase der Übernahmeschlacht Ende 2008: „Ich weiß aus diversen Gesprächen mit den Vorständen der PSE, Wendelin Wiedeking und Holger Härter, dass Zweifel daran bestanden, ob Prof. Piëch auf Porsche-Linie war.“

Piëch hatte damals eine Aufsichtsrats-Doppelrolle bei der PSE und bei VW. Der Zeuge begründete seine Aussage damit, dass „am 12. September 2008 im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung der Volkswagen AG Prof. Piëch es ermöglichte, dass Beschlüsse gefasst wurden, die nicht im Sinne von Porsche waren“.

Im damaligen Ringen um den Einstieg der PSE bei Volkswagen fehlte der VW-Chefaufseher Piëch bei einer entscheidenden Sitzung des Kontrollgremiums und verhalf der Arbeitnehmerseite durch seine fehlende Stimme so zu einem wichtigen Etappensieg. Sein Cousin Wolfgang Porsche - Chef des Aufsichtsrates bei der PSE - zeigte sich fassungslos.

Der PS-Clan Piëch/Porsche besitzt die PSE und ist VW-Großeigner. Piëch ist zwar von allen Ämtern bei VW zurückgetreten. Er sitzt aber auch noch heute im Aufsichtsrat der PSE. Der Prozess in Hannover dreht sich um knapp zwei Milliarden Euro Schadenersatz, den Investoren einfordern.

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