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VW-Übernahmeschlacht: Porsche-Holding erneut vor Gericht

Volkswagen VW-Übernahmeschlacht: Porsche-Holding erneut vor Gericht

Die gescheiterte Übernahme des Volkswagen-Konzerns durch den deutlich kleineren Autobauer Porsche aus dem Jahr 2008 wird im kommenden Jahr erneut die Justiz beschäftigen. Am 10. Februar beginnt vor dem Stuttgarter Landgericht ein Schadenersatzprozess, in dem 24 Hedgefonds insgesamt 1,36 Milliarden Euro von der Porsche Holding einfordern, wie das Gericht am heutigen Mittwoch mitteilte.

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Die Hedgefonds werfen Porsche vor, vor der offiziellen Verkündung der Übernahmepläne im Oktober 2008 öffentlich und im persönlichen  Kontakt falsche Angaben zu dem Vorhaben gemacht zu haben. Bei ihren  hochspekulativen Geschäften mit VW-Aktien hätten die Hedgefonds  deshalb viel Geld verloren.

Am 26. Oktober 2008 hatte Porsche öffentlich bekannt gegeben, 75  Prozent der Stammaktien von Volkswagen übernehmen zu wollen. An der  Börse schoss der Kurs der Volkswagen-Aktie daraufhin in die Höhe.  Ein Papier zwar zwischenzeitlich über 1000 Euro wert.

Einen ersten Schadensersatzprozess in Deutschland wegen der  Übernahmeschlacht hatte Porsche im vergangenen Jahr gewonnen. Das  Braunschweiger Landgericht hatte im September 2012 die Klagen eines  Privatanlegers und einer Schweizer Bank zurückgewiesen, die wegen  angeblicher Marktmanipulation zusammen 4,5 Millionen Euro von  Porsche gefordert hatten. Auch vor einem New Yorker Gericht hatte  Porsche in erster Instanz Recht bekommen.

afp

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