Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
VW: Testfahrer fordern Festvertrag

Volkswagen VW: Testfahrer fordern Festvertrag

Werden VW- und Audi-Versuchsfahrer auf dem Prüfgelände in Ehra-Lessien mit Scheinwerkverträgen beschäftigt? Fünf Testfahrer schalteten jetzt einen Anwalt ein - sie fühlen sich ungerecht behandelt und fordern eine Direktanstellung im VW-Konzern. Volkswagen weist die Vorwürfe zurück.

Voriger Artikel
Golf VII als R-Version mit 300 PS
Nächster Artikel
VW nimmt neue Kunststofflackiererei in Betrieb

VW-Prüfgelände: Fünf Testfahrer haben einen Rechtsanwalt eingeschaltet – der erhebt den Vorwurf, dass die Fahrer über Scheinwerkverträge beschäftigt werden.

Quelle: Photowerk (mv/Archiv)

Darum geht es: Viele Testpiloten sind nicht im VW-Konzern angestellt, sondern werden über Werkvertragsunternehmen beschäftigt - für weniger Geld als Kollegen aus der Stammbelegschaft. Ein VW-Fahrer und vier Audi-Piloten wollen sich damit nicht mehr abfinden.

Rolf Geffken, Fachanwalt für Arbeitsrecht, vertritt die fünf Testfahrer. Er prüfte deren Arbeitsverträge und kritisiert: „Es gibt in Ehra-Lessien Leute, die mit 1700 Euro brutto nach Hause gehen, obwohl sie 20 Jahre als Testfahrer tätig sind.“ Geffken ist überzeugt, dass VW mit den Werkverträgen das Arbeitnehmer-Überlassungsrecht umgeht. Denn tatsächlich seien die Testfahrer kontinuierlich einer Firma zugeteilt, hier Audi und VW. Die Fahrer hätten zudem Anweisungen der Stammbelegschaft zu befolgen- dies sei ein Indiz, dass die Werkverträge nur zum Schein abgeschlossen wurden. Bislang habe VW nicht reagiert, er behalte sich rechtliche Schritte vor, so Geffken.

VW betonte auf WAZ-Anfrage: „Volkswagen vergibt im Rahmen der Fahrzeugentwicklung auch Aufträge für Erprobungsfahrten an Partnerfirmen. Den Vorwurf, in diesem Zusammenhang gebe es Scheinwerkverträge, weisen wir klar zurück“, sagte ein Sprecher. Grundsätzlich gelte, dass VW großen Wert auf die hohen sozialen Standards des Konzerns auch im Lieferantenmanagement lege. „Hinweise auf mögliche Verstöße nehmen wir ernst und gehen ihnen nach. Hierauf bestehen Unternehmen und Betriebsrat gleichermaßen“, so der Sprecher.

rpf

Voriger Artikel
Nächster Artikel