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VW-Sparprogramm: Belegschafterwartet heute klare Aussagen

Volkswagen VW-Sparprogramm: Belegschafterwartet heute klare Aussagen

Mit großer Spannung sieht die Belegschaft des Wolfsburger VW-Werkes heute auf die zusätzliche Betriebsversammlung ab 9.30 Uhr in Halle 11. Nach seiner Brandrede vor Führungskräften in der vergangenen Woche soll sich VW-Chef Martin Winterkorn heute vor den Mitarbeitern zum geplanten milliardenschweren Sparprogramm äußern.

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Bernd Osterloh (l.) und Martin Winterkorn (r.) sprechen heute auf der Betriebsversammlung.

Quelle: Fotos: Archiv

Eine Betriebsversammlung außerhalb der Reihe - das gab es in Wolfsburg zuletzt im August 2009. Damals informierte Betriebsratschef Bernd Osterloh rund 20.000 jubelnde Beschäftigte vor dem VW-Hochhaus über den Einstieg von Volkswagen bei Porsche. Fast genau fünf Jahre später gibt es jetzt einen ähnlich großen Informationsbedarf.

Heute wünschen sich die Beschäftigten möglichst klare Antworten auf die Frage, wie die Marke VW das bis 2017 vorgegebene Sparziel von fünf Milliarden Euro erreichen soll. Einige Andeutungen hat Winterkorn bereits gegeben: So gelte es etwa, zu hinterfragen, welche Arbeiten künftig Zulieferer übernehmen könnten. Und auch dieser Satz dürfte in Wolfsburg genau registriert worden sein: Der Bau einer Modellvariante des Tiguan sei „nach heutigem Ermessen an einem deutschen Standort nicht wirtschaftlich machbar“. Bislang galt das Stammwerk als möglicher Produktionsstandort für den Tiguan in einer Langversion sowie als Coupé.

Nach Winterkorn wird Betriebsratschef Osterloh zur Belegschaft sprechen. Eine Konfliktlinie deutete sich bereits an: Der Kritik des Konzernchefs, dass die Kosten für die Arbeit angeblich der Produktivität hinterher hinkten, widersprach Osterloh umgehend und kreidete seinerseits dem Management eine fehlerhafte Produktionsplanung an.

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