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VW-Prüfgelände: WAZ testet die neuen Assistenzsysteme

Volkswagen VW-Prüfgelände: WAZ testet die neuen Assistenzsysteme

Elektronische Hilfen machen das Autofahren sicherer und bequemer. Einige Fahrerassistenzsysteme, die Volkswagen für die Zukunft entwickelt, testete gestern WAZ-Redakteur Florian Heintz auf dem Prüfgelände der Forschung und Entwicklung (FE) des Konzerns.

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So sieht die Zukunft bei VW aus: WAZ-Redakteur Florian Heintz beim Ausparken per Fernbedienung und am Simulator für die „optische Fahrerunterstützung“ (kl. Bild).

„Emergency Assist“: Den Spurhalteassistenten, den ich aus dem neuen Golf kenne, hat VW zu einem Notfallassistenten weiterentwickelt. Um das System zu testen, schließe ich die Augen und nehme die Hände vom Steuer – bei Tempo 60 braucht es dafür schon einiges Vertrauen. Wie versprochen erkennt das Auto, dass es führerlos geworden ist. Spätestens nach dem ersten Bremsruck wäre ich aus einem Sekundenschlaf erwacht. Da ich eine Ohnmacht vortäusche, läuft das System weiter: Die Warnblinkanlage springt an, der Wagen bremst und bleibt in seiner Spur. „Man kann sich alle möglichen Erweiterungen vorstellen, etwa einen Wechsel auf den Pannenstreifen“, so Ingenieur Thomas Eigel.

Fernbedientes Parken: Eine Situation, die auch mich zur Weißglut treibt: Ich stelle mein Auto ab und finde es später so zugeparkt vor, dass sich die Türen nicht mehr öffnen lassen. Die Lösung von VW: Ich benutze ein Smartphone als Fernsteuerung und lasse den Wagen wie von Zauberhand aus der Parklücke rollen, dann steige ich bequem ein. Das Ganze funktioniert natürlich auch beim fahrerlosen Einparken in enge Parklücken. „Das Auto bremst automatisch, wenn ein Hindernis davor steht“, betont Ingenieur Frank Schwitters.

Blind Spot Sensor und Ausparkassistent: Brenzlige Situationen entstehen oft beim Rückwärts-Ausparken. Wenn die Sicht eingeschränkt ist, set ze ich meistens mehr oder weniger blind zurück. In Zukunft sollen Radarsensoren im Heck erkennen, was sich im toten Winkel befindet und ob ein anderes Auto oder ein Fußgänger meinen Weg kreuzt. Der Test funktioniert: Der Wagen bremst automatisch, bevor wir mit einem vorbeirauschenden Beetle kollidieren.

Baustellenassistent: Kaum etwas nervt mich mehr als das Fahren durch einen engen Baustellenbereich. Dafür hat VW den Spurhalteassistenten weiterentwickelt. Kameras und Ultraschallsensoren erkennen, wenn sich die Fahrspur zum Beispiel durch Baustellenbaken verändert. Der Assistent greift bei Bedarf in die Lenkung ein, beim Test führt er mich sogar ohne eigenes Zutun durch einen Pylonen-Parcours. Zusätzlich entwickelt VW eine „optische Fahrerunterstützung“, die ich am Simulator testen kann. Dabei werden zwei Lichtstreifen vor das Auto auf die Straße projiziert. Mit deren Hilfe kann der Fahrer die Spurbreite und die Position des eigenen Autos viel besser abschätzen. Besonders beim Überholen im engen Baustellenbereich kann ein solches System dem Fahrer mehr Sicherheit geben.

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