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VW-Partner FAW: Chef in China festgenommen

Volkswagen VW-Partner FAW: Chef in China festgenommen

Chinas oberste Anti-Korruptionsermittler haben den Chef des Volkswagen-Partners FAW festgenommen. Xu Jianyi stehe unter Verdacht, „schwerwiegend gegen die Parteidisziplin und Gesetze“ verstoßen zu haben, wie die parteiinterne Disziplinarkommission mitteilte.

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Korruptionsverdacht: Der Chef des chinesischen Volkswagen-Partners FAW, Xu Jianyi (l.), wurde festgenommen.

Quelle: Archiv

Damit werden in der Regel Korruptionsvorwürfe umschrieben. Im Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen hatte es während der vergangenen Monate bereits Korruptionsermittlungen gegeben. Wie alle internationalen Automobilkonzerne muss Volkswagen in China mit einem chinesischen Partner zusammenarbeiten.

Volkswagen war zusammen mit anderen Autobauern zur gleichen Zeit in China in die Schlagzeilen geraten. Chinas Staatsfernsehen CCTV hatte in einem Beitrag den Service von internationalen Automarken als „minderwertig“ gebrandmarkt. In der am Sonntag ausgestrahlten Sendung zum Weltverbrauchertag prangerten die Staatsjournalisten Probleme bei Volkswagen, Daimler, Range Rover und Nissan an. Jedes Jahr teilt CCTV wie in einem Ritual zum Verbrauchertag gegen ausländische Firmen aus.

In diesem Jahr schickten die Journalisten mit versteckter Kamera Autos mit kleinen Problemen in Werkstätten. Ihr Vorwurf: Obwohl sich die Probleme einfach beheben ließen, tauschten die Mechaniker aufwendig Teile aus und stellten dann den Kunden überteuerte Reparaturen in Rechnung.

VW entschuldigte sich auf Anfrage gestern für jegliche Unannehmlichkeiten. Das Unternehmen überprüfe regelmäßig die Qualität der Händler. „Wir laden Kunden ein, sich direkt an uns zu wenden, falls sie Probleme mit den Dienstleistungen unserer Händler haben“, teilte Volkswagen mit.

China ist der wichtigste Markt für VW. Der Konzern hatte hier zuletzt mehr als jedes dritte Auto verkauft.

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