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VW: Öffentlichkeit rechtzeitig informiert

Volkswagen VW: Öffentlichkeit rechtzeitig informiert

Bei der Aufklärung der Diesel-Affäre will Volkswagen aus der Defensive. In einer ungewöhnlich langen Erklärung betonte der Autobauer gestern Abend, man habe nach Bekanntwerden des Skandals nicht zu spät die Öffentlichkeit informiert. Klagen von Aktionären wegen einer angeblich zu späten Information seien deswegen unbegründet.

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Diesel-Affäre: Volkswagen sieht die Publizitätspflicht „ordnungsgemäß erfüllt“.

Quelle: dpa

VW habe am Landgericht Braunschweig eine Klageerwiderung im Zusammenhang mit dem Vorwurf eines Verstoßes gegen kapitalmarktrechtliche Publizitätspflichten eingereicht. Nach sorgfältiger Prüfung durch interne und externe Rechtsexperten sehe sich VW in der Auffassung bestätigt, dass der Vorstand seine Publizitätspflicht ordnungsgemäß erfüllt habe.

Die VW-Aktie war nach dem Ausbruch des Abgas-Skandals im September abgestürzt, einige Aktionäre wollen sich ihre Verluste vom Konzern ersetzen lassen. VW hätte deutlich früher über den aufkommenden Skandal informieren müssen, weil Kursverluste drohten, so der Vorwurf.

Bei den Klagen geht es um die Frage, wann genau VW die Aktionäre über den Abgas-Skandal hätte informieren müssen. VW tat dies am 22. September 2015 mit einer Pflichtmitteilung an die Börse. Anwälte und Aktionäre halten VW aber vor, der Autobauer hätte bereits zwei Wochen vorher informieren müssen. So hatten VW-Manager nach Medienberichten bereits am 3. September hinter den Kulissen gegenüber US-Umweltbehörden Manipulationen bei Diesel-Abgastests eingeräumt.

VW teilte nun mit, jede Ad-hoc-Pflicht setze voraus, „dass die für die Erfüllung dieser Pflicht verantwortlichen Personen Kenntnis eines kursrelevanten Sachverhalts erlangen und die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Information abschätzen können“ Eine Kursrelevanz habe sich aber erst am 18. September ergeben, als die Verletzung von Umweltschutzrichtlinien durch US-Behörden bekannt gemacht wurde.

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