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VW-Mitarbeiter kämpfen für portugiesische Kollegen

Wolfsburg VW-Mitarbeiter kämpfen für portugiesische Kollegen

Seit zwei Jahren arbeitet Pedro Miguel Alves im Presswerk bei VW in Wolfsburg. Der 33-jährige Portugiese, seine Frau Tania und Tochter Lara (5) leben gern hier. Doch sein befristeter Vertrag im Werk läuft zum 31. Dezember aus.

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„Super Kollege und hervorragend integriert“: Seine Kollegen hoffen, dass Pedro Miguel Alves (vorne rechts) bei VW bleiben darf.

Quelle: Manfred Hensel

Die junge Familie möchte gern bleiben, dafür kämpfen Alves‘ Kollegen aus dem Presswerk. „Miguel ist ein super Kollege, er ist hervorragend im Team integriert - es wäre sehr schade, wenn er gehen müsste“, sagt Teamleiter Sven Santowski. Vor zwei Jahren kam Alves nach Deutschland. Er gehört zu den Portugiesen, die ihre Heimat wegen der Absatzkrise in Südeuropa verlassen mussten. Sein Arbeitgeber Auto Europa hatte ihn an Volkswagen ausgeliehen, zunächst für ein Jahr, später für ein weiteres Jahr.

Alves Ehefrau kam mit Tochter Lara nach. Die Kleine geht in den Kindergarten, „sie hat Freundinnen hier und soll nächstes Jahr in eine deutsche Schule kommen“, sagt Santowski. Sie spreche mittlerweile besser Deutsch als Portugiesisch. „Ich würde meine Familie nur ungern aus ihrem gewohnten Umfeld reißen“, erklärt Pedro Miguel Alves. Auch er fühlt sich wohl in Wolfsburg und im Presswerk bei VW. „Ich habe mich bestens eingelebt, die anderen Mitglieder im Team haben mich sehr gut aufgenommen“, sagt der junge Familienvater. Nicht nur bei der Arbeit, auch im privaten Bereich stehen sie mit Rat und Tat zur Seite. Nun wollen die Kollegen ihm helfen, dass er bleiben darf. Sie haben sämtliche Stellen wie Personalabteilung und Betriebsrat eingeschaltet. „Wir wollen als Team zeigen, dass wir um Miguel kämpfen“, unterstreicht Kollege Denis Röleke.

Weil Alves noch nicht so gut auf Deutsch formulieren kann, halfen die Kollegen sogar bei einer Bewerbung. Sie hoffen aber, dass die unnötig ist und Alves bei ihnen im Presswerk bleiben darf.

syt

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