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VW-Mitarbeiter gegen Abschiebung ihres Kollegen

Volkswagen VW-Mitarbeiter gegen Abschiebung ihres Kollegen

Eine ganze Halle kämpft für den Kollegen: 200 Unterschriften haben die Mitarbeiter im Presswerk II gesammelt, um gegen die drohende Abschiebung von Ahmed Khalifa zu protestieren. Der 31-jährige Tunesier hatte Pech in der Liebe - mit fatalen Folgen.

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Die Kollegen kämpfen dafür, dass er bleiben darf: Ahmed Khalifa (3.v.l.) droht die Abschiebung nach Tunesien.

Vor drei Jahren heiratete der Tunesier eine Deutsche, zog zu ihr, fand Arbeit bei VW in Wolfsburg. Die Ehe hielt allerdings nur zwei Jahre - fatal für Ahmed Khalifa. Denn erst nach einer dreijährigen Ehe stünde ihm laut Gesetz eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zu. Nur noch bis August ist Khalifa in Deutschland geduldet, er hofft auf eine positive Entscheidung der Härtefallkommission.

Darauf hoffen auch die Kollegen bis hin zu Betriebsrat Andreas Hoppenstedt. „Ahmed soll bleiben. Er hat einfach nur Pech gehabt, dafür darf er nicht bestraft werden“, sagt er klipp und klar. Der Kollege sei bestens integriert, sei beliebt und habe feste Arbeit. Und die soll er auch nach Meinung seiner Vorgesetzten behalten. Unterabteilungsleiterin Heike Ripke: „Auf Ahmed ist immer Verlass. Gute Facharbeiter können wir nicht so einfach gehen lassen.“

Auch die Migrantenvertretung der IG Metall schaltete sich ein, schrieb einen Brief an die Härtefallkommission. Nun bangen die Kollegen um Khalifas Zukunft, die der 31-Jährige selbst nur in Wolfsburg sieht: „Hier habe ich meine Arbeit, hier leben meine Freunde, hier bin ich zu Hause.“

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