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VW-Manager klagt auf Millionen-Bonus: Keine Einigung

Ex-Entwicklungschef Neußer VW-Manager klagt auf Millionen-Bonus: Keine Einigung

Der frühere Entwicklungsvorstand der Marke VW, Heinz-Jakob Neußer, verklagt Volkswagen auf die Nachzahlung eines Bonus von rund 1,4 Millionen Euro. Eine Güteverhandlung beim Braunschweiger Arbeitsgericht brachte am Donnerstag keine Einigung.

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Arbeitsgericht Braunschweig: Der ehemalige VW-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer will vor Gericht Bonuszahlung von VW erzwingen.

Quelle: dpa

Braunschweig. Neußer (57) selbst erschien nicht vor Gericht. Der frühere Top-Manager war 2015 im Zuge des Abgas-Skandals beurlaubt worden. Er hat aber immer noch einen laufenden Arbeitsvertrag mit Volkswagen. Eine Rechtsanwältin von VW kündigte gestern an, zum Inhalt der Klage schriftlich Stellung zu nehmen. Für den 27. Juni ist der nächste Gerichtstermin geplant, bei dem eine Entscheidung fallen könnte. Richter Lutz Bertram ordnete dafür das persönliche Erscheinen Neußers und eines Vertreters des Unternehmens an.

Arbeitsgericht Braunschweig: Der ehemalige VW-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer will vor Gericht Bonuszahlung von VW erzwingen.

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Mehrere TV-Teams waren am Donnerstag zur Güteverhandlung beim Arbeitsgericht angereist. Zum erhofften Schlagabtausch zwischen  Neußer und seinem Arbeitgeber kam es aber nicht. Der frühere VW-Entwicklungschef wurde von seinem Rechtsanwalt Axel Hoß aus Köln vertreten.

Der Klage von Neußer liegt die Annahme zu Grunde, dass VW seinen persönlichen Leistungsbonus für 2015 zu Unrecht komplett gestrichen hat. Dabei handelt es sich neben dem Unternehmensbonus und dem Langzeitbonus um eine der insgesamt drei Komponenten zur Berechnung des Manager-Bonus bei VW.

2014 hatte Neußer einen Bonus von 1,03 Millionen Euro erhalten

Für 2014 hatte Neußer noch einen persönlichen Leistungsbonus in Höhe von rund 1,03 Millionen Euro erhalten. Grundlage dafür war ein vereinbarter Ausgangswert von 495.000 Euro, den VW nach eigenem Ermessen multiplizieren kann. 2015 legte VW – bislang offenbar ohne Begründung – den Faktor Null zugrunde. Folge: Neußer ging beim persönlichen Leistungsbonus leer aus.

Warum das möglicherweise ungerechtfertigt war, soll Neußer Ende Juni persönlich erklären: „Vor dem Hintergrund, dass es um seine persönliche Leistung geht, zu der er am besten etwas sagen kann, ist es zur Aufklärung des Sachverhalts sicher sinnvoll, wenn der Kläger selbst erscheint“, sagte Richter Lutz Bertram.

Von Florian Heintz

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