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VW-Manager Oliver S. bleibt in Haft

US-Richter lehnt Kautionsantrag ab VW-Manager Oliver S. bleibt in Haft

Der wegen des Abgas-Skandals in den USA angeklagte VW-Manager Oliver S. (48) bleibt in Haft. Einen Antrag auf Freilassung gegen Zahlung einer Kaution lehnte der zuständige Richter Sean Cox am Donnerstag bei einer Anhörung in Detroit ab.

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Oliver S.: Der VW-Manager bleibt in den USA in Haft.

Quelle: Archiv

Detroit. Die US-Justiz beschuldigt den Deutschen, der bis März 2015 in leitender Funktion mit Umweltfragen in den USA betraut war, Teil einer Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltgesetze gewesen zu sein. Ihm droht eine lange Haftstrafe, im schlimmsten Fall bis zu 169 Jahre Gefängnis

Der 48-Jährige war am 7. Januar auf der Rückreise aus Florida von der US-Bundespolizei FBI am Flughafen von Miami abgefangen worden und ist seitdem in Haft. Seine Verteidiger hatten zuletzt großen Aufwand betrieben, um den Richter vom Kautionsantrag zu überzeugen. Sein Mandant sei unschuldig, es gebe keine Beweise gegen ihn, bekräftigte Anwalt David DuMouchel. Es gehe nicht darum, ihm die Flucht nach Deutschland zu ermöglichen, sondern die Chance zur Prozessvorbereitung in den USA.

Der Richter folgte jedoch der Argumentation der Kläger, wonach die Gefahr bestehe, dass der VW-Manager sich nach Deutschland absetze, von wo ihm keine Auslieferung drohe. „Die Anschuldigungen von Betrug und Verschwörung in diesem Fall sind sehr, sehr ernst“, sagte Richter Cox. Es gebe ein erhebliches Risiko, dass der Angeklagte nicht vor Gericht erscheinen werde. Empfehlungsschreiben von Familie und Freunden sowie finanzielle Sicherheiten über 1,6 Millionen Dollar, die der Angeklagte und Angehörige zu hinterlegen bereit waren, überzeugten Cox nicht. Familienmitglieder des VW-Managers verfolgten die Anhörung im Gerichtssaal, nach der Entscheidung des Richters brachen sie laut Augenzeugen in Tränen aus

Der Prozess gegen Oliver S. soll nun aber erst im Januar 2018 beginnen. Einem entsprechenden Antrag der Verteidigung gab der Richter statt. Ursprünglich hatte der Prozess bereits am 18. April starten sollen. Der Richter kündigte außerdem an, dass er den 48-Jährigen auf Antrag seiner Verteidiger in ein Bundesgefängnis verlegen lassen werde, wo er Zugang zu einem Computer habe.

dpa/htz

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