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VW-Management räumte schon im August Software-Probleme ein

VW-Abgasthematik VW-Management räumte schon im August Software-Probleme ein

Volkswagen hat gegenüber US-Aufsehern einem Bericht zufolge schon rund einen Monat vor dem Ausbruch der Abgas-Affäre Software-Probleme eingestanden. Laut „Handelsblatt“ und „Frontal21“ räumten VW-Vertreter am 19. August in Gesprächen mit der kalifornischen Umweltbehörde CARB Unregelmäßigkeiten bei Programmen für die Motorsteuerung ein.

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Gab es von VW erste "Teilgeständnisse" lange vor der Mitteilung der US-Bundesumweltbehörde EPA Mitte September?

Quelle: Friso Gentsch/dpa

Das "Handelsblatt und das ZDF-Magazin „Frontal21“ berufen sich in Ihren Meldungen auf eine Akte aus der niedersächsischen Staatskanzlei. Darin sei von einem „Teilgeständnis“ die Rede - lange vor der Mitteilung der US-Bundesumweltbehörde EPA am 18. September, dass VW bei Test-Messungen von Abgaswerten täuschte. 

Ende August habe es im Vorstand der VW-Hauptmarke Diskussionen über den weiteren Umgang mit den amerikanischen Regulierern gegeben. Am 3. September räumte Volkswagen dann gegenüber der EPA ein, den genannten Ausstoß von Stickoxiden bei Abgastests geschönt zu haben. Erst am 22. September gab der Konzern eine Gewinnwarnung heraus und kündigte Milliarden-Rückstellungen wegen des Skandals an, der anschließend zurückgetretene Vorstandschef Martin Winterkorn entschuldigte sich. 

Die frühe Kenntnis der Vorwürfe dürfte die Kritik an VW verstärken. „Mehr als ein Jahr lang fanden Gespräche statt, bis Volkswagen die Manipulation eingeräumt hat“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im Oktober im Landtag in Hannover. „Dieses Eingeständnis hätte sehr viel früher erfolgen müssen.“ 

Auch viele VW-Aktionäre stören sich an der späten Information. Die Finanzaufsicht Bafin prüft, ob bei der Veröffentlichung des Skandals gemäß dem Aktiengesetz gehandelt wurde. Die Akte mit den als „streng vertraulich“ klassifizierten Daten zu den US-Gesprächen war zeitweise verloren gegangen, bevor sie Anfang November wieder auftauchte.

dpa

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