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VW: Kurzschluss war Ursache für den großen Stromausfall

Volkswagen VW: Kurzschluss war Ursache für den großen Stromausfall

Eine Woche nach dem größten Stromausfall in der Geschichte Wolfsburgs herrscht noch immer Rätselraten über die genaue Ursache. VW erklärte den Blackout gestern mit einem Kurzschluss in einer Hochspannungsleitung bei Hattorf. Der Netzbetreiber E.on sieht sich aber nicht in der Verantwortung.

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Stromausfall in Wolfsburg: Das VW-Kraftwerk (l.) war ebenso betroffen wie die Geschäfte in der Innenstadt (re.), an Kreuzungen kam es nach dem Ausfall der Ampeln zu einigen Unfällen.

Quelle: Photowerk (Archiv)

Der Stromausfall hatte am vergangenen Sonnabend große Teile Wolfsburgs für mehr als zwei Stunden lahm gelegt, insgesamt über 30.000 Haushalte. Auch im VW-Werk gingen die Lichter aus. Nachdem Techniker zunächst einen „Defekt an einer Längskupplung“ zwischen VW-Kraftwerk und Leitungsnetz als Ursache im Verdacht hatten, lieferte VW jetzt eine neue Erklärung: Ein Kurzschluss auf der Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Hattorf und Wolfsburg habe zur Folge gehabt, „dass die Spannung im Umspannwerk Wolfsburg zusammenbrach und es in der Folge zu einer Stromspitze kam. Die extreme Spannungsabsenkung führte zur korrekten Sicherheitstrennung der Netze“, sagte ein VW-Sprecher.

Der Netzbetreiber E.on Netz bestätigte, dass es einen Kurzschluss auf der Hochspannungsleitung gab. Dies sei allerdings nicht ungewöhnlich und nur „ein kleiner technischer Vorfall“, sagte Sprecher Christian Martens der WAZ. Nach dem Kurzschluss sei die Verbindung zwischen Hattorf und Wolfsburg unterbrochen worden. „Das Umspannwerk Wolfsburg wurde von uns über zwei alternative Leitungen versorgt“, betonte Martens. Der Kurzschluss könne nicht die Ursache für das stundenlange Chaos in Wolfsburg gewesen sein. „Alles weitere findet nicht mehr auf unserer Seite statt“, sagte der E.on-Sprecher.

Für VW ist der Vorfall offenbar erledigt: „Die Ursache des Kurzschlusses ist nach wie vor ungeklärt und wird sich voraussichtlich auch nicht mehr endgültig feststellen lassen. Der Ablauf der Ereignisse wurde mittlerweile abschließend zwischen den Experten von E.on und Volkswagen erörtert“, teilte der VW-Sprecher mit.

Es bleibt ein Widerspruch, der vor dem Hintergrund möglicher Schadensersatzforderungen für viele Betroffene unbefriedigend sein dürfte.

htz

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