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VW: Kronzeugenregelung in der Dieselaffäre?

Volkswagen VW: Kronzeugenregelung in der Dieselaffäre?

Volkswagen. In der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Dieselmotoren führt Volkswagen laut Medienberichten eine Kronzeugenregelung ein.

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Volkswagen-Krise: Der Konzern will Mitarbeiter, die bei der Aufklärung der Dieselmanipulationen helfen, offenbar schonen.

Quelle: Archiv

Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung gewährt VW Mitarbeitern, die in die Abgas-Manipulationen verwickelt sind und jetzt auspacken, eine weitreichende Amnestie. Wer gesteht, darf seinen Arbeitsplatz behalten und bleibt auch von Schadensersatzforderungen verschont.

Mit einer solchen „Kronzeugen-Regelung“ wolle man die eigenen Ermittlungen, die bisher zäh verliefen, vorantreiben. Viele, die möglicherweise an den Manipulationen beteiligt waren, schrecken offenbar davor zurück, über ihr Wissen zu berichten.

Vorstandschef Matthias Müller hatte bereits Anfang Oktober bei einer Betriebsversammlung erklärt: Wer zur Aufklärung beitrage, habe „keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen“ zu befürchten. Diese Vorgabe von Müller soll nun offenbar mit einem Amnestieprogramm umgesetzt werden, das in Vorstand und Aufsichtsrat bereits besprochen wird. Seit Mitte September die US-Umweltbehörde den Betrug bei Abgastests mit Diesel-Autos aufgedeckt hat, bemüht sich VW um Aufklärung. Als Grund für das geplante Amnestieprogramm werden auch die Ermittlungen in den USA genannt. Denn sollten die Beteiligten weiter schweigen, könnte dies VW in Not bringen.

Als Vorbilder für das Amnestieprogramm dienen Siemens und die VW-Tochter MAN. Sie hatten, um Schmiergeldaffären aufzuklären, Mitarbeitern Schonung angeboten. Daraufhin meldeten sich Hunderte. VW äußerte sich gestern nicht.

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