Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
VW-Konzern mit gutem Start ins Jahr

Volkswagen VW-Konzern mit gutem Start ins Jahr

Volkswagen hat einen guten Start ins Jahr erwischt. In den ersten drei Monaten steigerte der VW-Konzern sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

Voriger Artikel
VW legt heute neue Zahlen vor
Nächster Artikel
3200 Euro für neue Ausbildungsplätze

Volkswagen: Der Konzern legte gestern neue Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis vor.

Quelle: dpa

Hinzu kommen anteilig noch 1,24 Milliarden Euro (plus 7 Prozent) aus den wichtigen chinesischen Gemeinschaftsunternehmen, die VW getrennt in der Bilanz ausweist.

Der Umsatz im Auftaktquartal verbesserte sich dem starken Euro zum Trotz um knapp 3 Prozent auf 47,8 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 2,4 Milliarden Euro (plus 18 Prozent). Der Absatz legte inklusive der Marken MAN und Scania um 7,9 Prozent auf 2,56 Millionen Fahrzeuge zu.

„Der Volkswagen-Konzern hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Stellung erarbeitet. Unser guter Start in das laufende Geschäftsjahr ist dafür ein erneuter Beleg“, sagte gestern VW-Chef Martin Winterkorn. Nun gelte es, die Position kontinuierlich weiter zu verbessern und den Erfolgskurs fortzusetzen. VW will in diesem Jahr erstmals zehn Millionen Fahrzeuge ausliefern – und damit vier Jahre früher als ursprünglich geplant.

Trotz des Wachstums mahnte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch aufs Neue zur Vorsicht. Die konjunkturelle Lage bleibe angespannt. Er forderte „Kostendisziplin“, eine nötige „Fokussierung auf unsere Renditeziele“ und „gesteigerte Profitabilität in allen Regionen“.

Am Ausblick für den Rest des Jahres 2014 hat sich bei VW nichts geändert. Der Konzern will die Verkäufe leicht steigern, bei Zielen für Umsatz und Gewinn bleibt Volkswagen vorsichtig.

DIE MARKEN

Die Premiummarke Audi und der Sportwagenbauer Porsche bleiben für Volkswagen wichtige Ertragsperlen. Bei der Marke VW-Pkw ging das Ergebnis dagegen zurück. Die Entwicklung der Marken von Januar bis März 2014 im Überblick:

Volkswagen Pkw: Die Marke VW-Pkw lieferte 1,1 Millionen Autos aus, ein Rückgang um 3,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2013. Grund dafür war vor allem die sinkende Nachfrage in Südamerika. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 440 Millionen Euro etwa ein Viertel unter dem Vorjahreswert (590 Millionen Euro). Zu berücksichtigen ist, dass in diesen Zahlen das Geschäft der chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist. Die Verkäufe in China machen fast die Hälfte des VW-Absatzes aus.

Audi: Audi setzte 367.000 Fahrzeuge ab (+ 11,1 Prozent). Hinzu kamen weitere 115.000 Audi-Fahrzeuge, die in China verkauft wurden. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 1,3 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau (+ 0,5 Prozent). Das Ergebnis wurde durch Ausgaben für neue Modelle, Technologien und Werke geschmälert. In den Zahlen sind die Finanzwerte von Lamborghini und Ducati enthalten. Ducati verkaufte 13.068 Motorräder (+ 4,2 Prozent).

Skoda: Skoda steigerte seine Verkäufe um 19,7 Prozent auf 214.000 Autos. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um 65,2 Prozent auf 185 Millionen Euro zu.

Seat: Seat setzte 120.000 Fahrzeuge ab, ein Plus von 8,3 Prozent. Der Verlust vor Zinsen und Steuern verringerte sich um ein Fünftel auf ein Minus von 36 Millionen Euro.

Bentley: Die Luxusmarke Bentley steigerte ihre Verkäufe um 42,0 Prozent auf 2857 Fahrzeuge. Mit 45 Millionen Euro lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern rund 66 Prozent über dem Vorjahreswert.

Porsche: Der Sportwagenbauer Porsche setzte 42.000 Fahrzeuge ab, ein Anstieg um 16,7 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 698 Millionen Euro um 21,9 Prozent über dem Vorjahr.

Volkswagen Nutzfahrzeuge: Der Absatz der Nutzfahrzeuge legte um 7,9 Prozent auf 110.000 Wagen zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern wurde mit 136 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Scania: Scania steigerte den Absatz auf 19.000 Fahrzeuge (+ 11,3 Prozent). Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erhöhte sich um 11,5 Prozent auf 254 Millionen Euro.

MAN: Die Verkäufe von MAN sanken um 13,4 Prozent auf 26.000 Fahrzeuge. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag bei 68 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2013 hatte MAN einen Verlust von 102 Millionen Euro eingefahren.

VW-Finanzdienstleistungen: Die Finanzsparte erwirtschaftete einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 353 Millionen Euro. Es wurden 1,1 Millionen neue Finanzierungs-, Leasing- und Service-/Versicherungsverträge abgeschlossen (+ 17 Prozent).

  • Dieser Text wurde aktualisiert
Voriger Artikel
Nächster Artikel