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VW: Kaum Hoffnung auf üppigen Bonus

Volkswagen VW: Kaum Hoffnung auf üppigen Bonus

Die rund 120.000 Mitarbeiter im Haustarifvertrag von Volkswagen müssen als Folge des Abgas-Skandals wohl auf eine ansonsten üppige Bonuszahlung für das laufende Jahr verzichten. „Zehn Prozent von null ist null“, sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh am Freitag in Wolfsburg.

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VW-Mitarbeiter bei einer Betriebsversammlung: Die Belegschaft muss wohl auf ihre Bonuszahlung für das laufende Jahr verzichten.

Quelle: Archiv

Normalerweise werden im Frühjahr zehn Prozent des operativen Gewinns der Marke VW-Pkw auf die Haustarif-Beschäftigten aufgeteilt.

Er erwarte aber im Gegenzug vom Vorstand, dass auch dessen Mitglieder bei ihren Bonuszahlungen deutlich zurückstecken, sagte Osterloh. Das Management habe eine „moralische Verpflichtung“ gegenüber den Beschäftigten. „Es wäre an der Zeit, dass sich der Vorstand auch mal um das Vertrauen der Belegschaft kümmert“, betonte der Betriebsratschef.

In einem dpa-Interview hatte Osterloh Mitte November noch in Aussicht gestellt, dass zumindest eine verminderte Bonuszahlung trotz der Abgas-Affäre möglich sein könnte: „Wir kriegen da schon was hin. Aber ich kann heute schon sagen, dass der Bonus nicht auf dem Niveau des Vorjahres liegen kann. Darüber sind wir uns doch alle im Klaren.“ Der neue VW-Markenchef Herbert Diess schränkte bereits damals ein: „Das Unternehmen wird weniger verdienen, und die finanzielle Anspannung steigt beträchtlich. Da muss man natürlich reagieren.“

Für das Jahr 2014 hatte Volkswagen im vergangenen März rückwirkend je 5900 Euro Prämie an seine Haustarif-Mitarbeiter ausgeschüttet. Für 2015 sei bereits ein Abschlag von knapp 1500 Euro gezahlt worden, sagte ein Sprecher des VW-Betriebsrates. Den müsse niemand zurückgeben.

Für die Tarifverhandlungen im kommenden Jahr kündigte Osterloh bereits Gegenwehr an, wenn der Vorstand nicht auch an den eigenen Bezügen spare. Dann solle „bloß keiner auf die Idee kommen“, dass die Belegschaft für die Abgaskrise zahle.

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