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VW-Haustarif: Abschluss mit Zuschlag

Volkswagen VW-Haustarif: Abschluss mit Zuschlag

Die IG Metall hat für die rund 115.000 Haustarif-Beschäftigten bei Volkswagen erneut einen Abschluss mit Zuschlag ausgehandelt. Gewerkschaft und Arbeitgeber einigten sich in der Nacht zu gestern auf 3,4 Prozent mehr Geld ab Juni bei 15 Monaten Laufzeit.

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VW-Haustarif: Gewerkschaft und Arbeitgeber einigten sich in der Nacht zum heutigen Donnerstag auf 3,4 Prozent mehr Geld ab Juni bei einem Jahr Laufzeit

Damit liegt das Einkommensplus auf dem Niveau des jüngst erzielten Kompromisses im Flächentarif für die deutsche Metall- und Elektroindustrie. Zusätzlich bekommen die Mitarbeiter im VW-Haustarif 450 Euro für die betriebliche Altersvorsorge, um so drei anfängliche Nullmonate ohne Erhöhung aufzufangen. Die Kollegen im bundesweiten Flächentarif erhalten an dieser Stelle nur 150 Euro Einmalzahlung.

Die IG Metall wertete die zusätzlich zum Flächentarif erzielten Tarifleistungen als Erfolg. „Das Ergebnis kann sich im Vergleich zur Fläche sehen lassen – es ist ein ordentlicher Schlag Sahne obendrauf“, sagte Bezirkschef Hartmut Meine. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärte: „Wir sind mit dem Tarifabschluss finanziell wie inhaltlich zufrieden. Die Entgelterhöhung stellt sicher, dass jeden Monat mehr Geld bei den Kolleginnen und Kollegen ankommt. In Kombination mit der jährlichen Erfolgsbeteiligung wird damit sichergestellt, dass die Beschäftigten einen Anteil am Unternehmenserfolg erhalten.“

Der Durchbruch in den Tarifverhandlungen kam gegen Mitternacht. „Der Rentenbaustein war der größte Knackpunkt“, sagte VW-Verhandlungsführer Martin Rosik. Er gab zu: „Die Belastung ist schon deutlich höher, als es bei unseren Wettbewerbern der Fall ist.“ Die Mitarbeiter hätten es aber verdient. Für VW-Personalvorstand Horst Neumann ist der Tarifabschluss „ein gerade noch tragbarer Kompromiss“.
Neben der Entgelterhöhung errang die IG Metall die Zusicherung, dass VW in den nächsten drei Jahren mindestens 1400 Ausbildungsplätze vorhält.

Tarifvertrag: Das Ergebnis

Volkswagen und die IG Metall haben die Verhandlungen über den Haustarif ab-geschlossen. Hier die Ergebnisse im Überblick:

Geld
Rund 115.000 Beschäftigte von Volkswagen erhalten ab Juni dieses Jahres 3,4 Prozent mehr Geld. Je nach Entgeltgruppe haben die Mitarbeiter pro Monat zwischen 65 und 209 Euro brutto mehr.

Rentenbaustein
Die VW-Tarifbeschäftigten bekommen zusätzlich 450 Euro für die betriebliche Altersvorsorge, um so drei anfängliche Nullmonate ohne Erhöhung aufzufangen. Der Rentenbaustein wird in zwei Schritten wirksam: Im April 2015 werden 200 Euro und im Januar 2016 weitere 250 Euro auf dem „betrieblichen Rentenkonto“ gutgeschrieben.

Auszubildende/Stipse
Für Auszubildende beträgt der zweistufige Rentenbaustein jeweils 75 Euro. Für die Studierenden im Praxisver-bund (Stipse) zahlt VW künftig die Semestergebühren in Höhe von brutto 350 Euro.

Leiharbeiter
Leiharbeiter bei VW erhalten ab Juni 2015 ebenfalls 3,4 Prozent mehr Geld und zusätzlich einen Einmalbetrag von 150 Euro im April 2015 ausbezahlt.

Ausbildungsplätze
Die IG Metall errang die Zusicherung, dass VW in den nächsten drei Jahren mindestens 1400 Ausbildungsplätze statt der 1250 zugesagten Lehrstellen vorhält.

Zukunftsplan „Gute Arbeit“
VW und IG Metall einigten sich auf einen „Zukunftsplan gute Arbeit“, der die Herausforderungen in einer sich ändernden Arbeitswelt durch zunehmende Vernetzung („Industrie 4.0“) in tariflichen und betrieblichen Vereinbarungen regeln soll. Spätestens nach Ostern dürften die Arbeitsgruppen für den Plan eingesetzt werden, der sich den Themen „Gesund bleiben bei der Arbeit“, „Arbeit und Privatleben besser vereinbaren“, „Innovativ ausbilden und qualifizieren“, „Moderne Arbeitsorganisation und Flexibilität“ sowie dem „Ausbau der Altersvorsorge“ widmet. Das Thema steht bei der IG Metall auch auf der Agenda der nächsten Tarifgespräche.

Laufzeit
Der neue Haustarifvertrag läuft 15 Monate und endet am 31. Mai 2016.

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