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VW: Erster Krach um den Sparkurs

„Der Vorstand schmeißt damit Geld zum Fenster raus!“ VW: Erster Krach um den Sparkurs

Der von VW-Chef Martin Winterkorn geplante Sparkurs sorgt für den ersten handfesten Streit mit dem Betriebsrat. Grund: Der Vorstand von Volkswagen hat an den Standorten Wolfsburg und Kassel seit 14 Tagen die Unternehmensberatung McKinsey für das Effizienzprogramm im Einsatz - ohne Kenntnis des Betriebsrats.

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Bernd Osterloh: Fordert den Abzug von McKinsey.

„Wir fordern den Vorstand auf, McKinsey sofort abzuziehen“, sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh gestern der WAZ. „Was da kommt, ist schon wieder nur sinnfreies Köpfe zählen in der Produktion, statt sich der Komplexität in den Fahrzeugen anzunehmen, aufwändige Entwicklungsarbeit zu reduzieren oder endlich die späten Änderungen an fertigen Produkten einzustellen. Wir haben klar gesagt, dass es keine Maßnahmen zu Lasten der Beschäftigten geben wird - und McKinsey steht für Steinzeitdenken“, sagte Osterloh.

Zugleich prangerte der Betriebsratschef an: „Der Vorstand schmeißt mit dieser Fremdvergabe schon wieder unnötig Geld zum Fenster raus.“ Der Konzern habe eigene Berater, sowohl bei Volkswagen als auch beispielsweise die Porsche-Consulting oder die Audi-Consulting. „Wir brauchen keine ,Maccies‘. Außerdem wissen unser eigenes Management und die Kolleginnen und Kollegen sehr gut, wo das Geld vergraben ist“, sagte Osterloh.

Seit der Betriebsversammlung habe er Dutzende Ideen von Kollegen zur Effizienzsteigerung bekommen, berichtete Osterloh. „Da muss der Vorstand nur mal seinen eigenen Leuten zuhören. Das kostet keinen Cent. Wer glaubhaft Effizienzen heben will, der legt einen schlechten Start hin, wenn er zuallererst ohne Not Geld versenkt.“

htz

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Arbeitskosten bei Volkswagen: Der VW-Haustarif bewegt sich laut Betriebsratschef Bernd Osterloh auf einem branchenüblichen Niveau.

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