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VW-Digitalchef: Sinkende Preise für flexible Mobilität

Volkswagen VW-Digitalchef: Sinkende Preise für flexible Mobilität

Das eigene Auto ist laut vielen Experten ein Auslaufmodell. Stattdessen sollen sich die Menschen in Zukunft Fahrzeuge teilen. VW-Chefentwickler Jungwirth erwartet aber noch ganz andere Effekte. Der Digitalisierungs-Wettstreit dürfte für die Kunden von flexiblen Mobilisierungsangeboten spürbar sinkende Preise mit sich bringen.

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Mobilität-on-Demand: VW-Chefentwickler Jungwirth erwartet sinkende Preise für flexible Modelle wie Car-Sharing.

Quelle: dpa

„Bei Taxis fährt man heute mit Kosten von ungefähr 2,00 Euro pro Kilometer. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Kosten pro km bei unseren Konzepten für gebuchte Mobilität-on-Demand nach Bedarf auf das Niveau vergleichbar mit den Kosten für den klassischen privaten Besitz eines Fahrzeugs reduziert werden können“, sagte der VW-Digitalchef und ehemalige Apple-Manager Johann Jungwirth der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. 

Durch die Weiterentwicklung von modernen Mobilitätsangeboten mit selbstfahrenden Fahrzeugen auf Abruf könnten der Transport zudem generell demokratisiert und die soziale Mobilität erhöht werden. „Damit können alle Menschen, auch Menschen ohne Führerschein, Alte, Kranke, Kinder und Blinde in den Genuss von individueller Mobilität kommen“, betonte Jungwirth.  

Ungeachtet dessen werde der Besitz von Fahrzeugen bestimmter Marken aber auch in Zukunft wichtig bleiben. Jungwirth: „Wir könnten neben Luxus-Lounges und autonomen Pods für den Stadtverkehr mit unterschiedlicher Ausstattung und Größe auch Kino-Autos bauen oder rollende Wellness- und Fitnessräume. Ich bin sicher: Das wird hoch emotional und alle unsere Marken werden ihren Platz finden.“ 

Im weltweiten Wettlauf bei der Entwicklung selbst fahrender Autos habe Volkswagen dank seiner zwölf Konzernmarken große Vorteile gegenüber der Konkurrenz, sagte Jungwirth. „Wir müssen dieses System nur einmal entwickeln - für alle Marken und Anwendungsgebiete“, sagte er. Fahrerlose Systeme würden in drei bis fünf Jahren „zum neuen Herzstück des Autos im 21. Jahrhundert“. Neben den klassischen Autoherstellern streben auch Branchenneulinge wie Google und Co auf den Markt.  

Für einen erfolgreich Wechsel in das Digitalisierungszeitalter müsse aber auch Volkswagen verschiedene Partnerschaften und Allianzen eingehen. „Ich finde es klug und richtig, nicht alles selber zu machen. Und auch beim Thema Selbstfahrendes System wird es verschiedene Kombinationen geben: Bei Google etwa sehen wir das ja schon mit den ersten Automobilherstellern als Partner. Man ist aufeinander angewiesen“, betonte Jungwirth.  

In diesem Kontext sei das 300 Millionen US-Dollar Investment beim Fahrdienst-Vermittler Gett zu sehen. „Die sind schon die Nummer Eins in Europa. Das ist der Nukleus, um in Europa, Russland, dem Mittleren Osten und weiteren Märkten die Nummer Eins als Mobilitätsanbieter zu werden und so die Kundenschnittstelle zu besetzen, über welche Mobilität gebucht wird.“

dpa

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