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VW-Bilanz: Der Überblick

Volkswagen VW-Bilanz: Der Überblick

Volkswagen hat heute seinen Geschäftsbericht für den Zeitraum von Januar bis März 2015 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

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VW-Produktion in Wolfsburg: Der Volkswagen-Konzern ist weiter auf gutem Kurs.

Quelle: dpa

Bilanz

Der VW-Konzern hat 2,9 Milliarden Euro verdient - ein Gewinnsprung von fast 20 Prozent. Der Umsatz legte um 10,3 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro zu. Als Gewinn vor Zinsen und Steuern stehen gut 3,3 Milliarden Euro ein, was 17 Prozent Plus sind. Darin ist das getrennt bilanzierte China-Geschäft noch nicht enthalten, das mit 1,6 Milliarden Euro ebenfalls mehr Geld abwarf als vor einem Jahr. Die weltweiten Auslieferungen legten um 1,8 Prozent auf 2,49 Millionen Fahrzeuge zu.

Reaktionen

Die Geschäftszahlen wurden auch vor dem Hintergrund des Machtkampfes an der Konzernspitze bewertet. Über die Gründe für den Bruch zwischen dem zurückgetretenen Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Vorstandsboss Martin Winterkorn herrscht weiter Rätselraten. Aus den Zahlen für das erste Quartal könne man zumindest keine Kritikpunkte herauslesen, sagte Auto-Analyst Max Warburton von Bernstein Research. „Die Quartalszahlen waren ordentlich, aber es dürfte ruhig noch ein bisschen mehr sein“, sagte Branchenanalyst Frank Schwope von der NordLB. Das Legostein-artige Baukastensystem MQB für gleiche Teile in unterschiedlichen Modellen „muss in den nächsten Quartalen sein Potenzial zeigen“.

Kasse

Volkswagen verfügt über eine gut gefüllte Kasse. Die Bargeldreserven im Konzernbereich Automobile betragen 20,8 Milliarden Euro. Die Lage auf den weltweiten Märkten sei aber unsicher. „Dieses Umfeld verlangt von uns ein Höchstmaß an Flexibilität und Finanzkraft, damit wir den Erfolg des Konzerns nachhaltig sichern“, so Finanzchef Hans Dieter Pötsch.

Belegschaft

Ende März hatte der VW-Konzern weltweit 595.300 Mitarbeiter, das waren 0,5 Prozent mehr als zum Jahresende 2014 (592.600). In Deutschland beschäftigte VW 272.200 Mitarbeiter.

Die Marken und Geschäftsfelder

Die Entwicklung der Marken des VW-Konzerns von Januar bis März 2015 im Überblick:

Volkswagen Pkw

Die Marke VW erzielte von Januar bis März einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 514 Millionen Euro (2013: 440 Millionen). Aktuell liegt die Marge, die die Gewinnkraft im Verhältnis zum Umsatz beschreibt, bei 2,0 Prozent. Im Jahr 2017 soll der Wert aber mindestens dreimal so hoch sein.

Audi

Die Premiummarke Audi fuhr einen Gewinn von 1,4 (1,3) Milliarden Euro ein. Die Gewinnmarge betrug 9,7 (10,1) Prozent.

Porsche

Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche machte einen Gewinn von 765 (698) Millionen Euro. Die Gewinnmarge lag bei 10,3 (10,0) Prozent.

Skoda

Die tschechische VW-Tochter Skoda steigerte das Ergebnis auf 242 (185) Millionen Euro. Zugleich legte die Gewinnmarge auf 7,6 (6,2) Prozent zu.

Seat

Die spanische VW-Tochter Seat schreibt erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen und fuhr einen Gewinn von 33 Millionen Euro ein. Im ersten Quartal 2014 waren es noch 36 Millionen Euro Verlust.

Bentley

Die Nobelmarke Bentley steigerte den Gewinn auf 49 (45) Millionen Euro. Die Gewinnmarge lag bei 10,3 (10,0) Prozent.

VW-Nutzfahrzeuge

Die Volkswagen Nutzfahrzeuge fuhren einen Gewinn von 165 (136) Millionen Euro ein. Die Gewinnmarge kletterte auf 6,1 (5,8) Prozent.

Scania

Die schwedische Lkw-Tochter Scania verbuchte im ersten Quartal 2015 einen Gewinn von 237 (254) Millionen Euro und eine Gewinnmarge von 9,6 (10,3) Prozent.

MAN

Der Lastwagen- und Maschinenbauer MAN erzielte ein Ergebnis von 34 (68) Millionen Euro und eine Gewinnmarge von 1,1 (2,2) Prozent.

VW-Finanzdienstleistungen

Die Volkswagen-Finanzdienstleistungen erwirtschafteten von Januar bis März einen Gewinn von 403 (353) Millionen Euro. Weltweit wurden 1,2 Millionen neue Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsverträge abgeschlossen, ein Plus von 12,9 Prozent.

  • Wichtig: Die Zahlen beziehen sich jeweils auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis) und enthalten nicht das getrennt bilanzierte China-Geschäft.
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