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VW-Betriebsversammlung: Osterloh versucht Sorgen zu mildern

Volkswagen VW-Betriebsversammlung: Osterloh versucht Sorgen zu mildern

Der "Zukunftspakt" der Marke Volkswagen stand im Mittelpunkt der Betriebsversammlung am Mittwoch im Wolfsburger Stammwerk. Betriebsratschef Bernd Osterloh versuchte, Sorgen in der Belegschaft zu mildern. „Der Zukunftspakt ist ein wichtiges Signal für den Standort Deutschland und für die Zukunft unserer Werke“, sagte er.

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Bernd Osterloh (2.v.l.) und Ministerpräsident Stephan Weil (3.v.l.) am Mittwoch auf der Betriebsversammlung von Volkswagen Stammwerk Wolfsburg.

Quelle: VW Betriebsrat

Wolfsburg. VW-Konzernchef Matthias Müller sagte vor rund 20.000 Beschäftigten in Halle 11: „Der Zukunftspakt ist das größte Reformprogramm in der Geschichte der Kernmarke unseres Konzerns. Er wird die Marke Volkswagen effizienter, produktiver und wettbewerbsfähiger machen.“ Dieses sei unverzichtbar. „Denn ohne eine starke und erfolgreiche Marke Volkswagen kann die Volkswagen Gruppe als Ganzes nicht stark und erfolgreich sein.“

Der Zukunftspakts sieht unter anderem die Streichung Zentausender Stellen vor. In der vorletzten Woche hatte der Konzern das monatelang verhandelte Konzept vorgestellt. Der Pakt kombiniert massive Einsparungen mit Milliarden-Investitionen in neue Techniken und Dienstleistungen.

Betriebsversammlung im VW-Werk Wolfsburg: Betriebsratschef Bernd Osterloh (r.) und Ministerpräsident Stephan Weil.

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Osterloh: Altersteilzeitmöglichkeiten müssen ausgeweitet werden

Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte: „Wir erwarten, dass die Kolleginnen und Kollegen ab Anfang kommenden Jahres Angebote bekommen, wie und wann sie in die Altersteilzeit gehen können. Wir erwarten, dass ab Januar die Altersteilzeitmöglichkeiten deutlich ausgebaut werden.“

Auch Personalvorstand Karlheinz Blessing sowie Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufseher Stephan Weil (SPD) nahmen an der nicht öffentlichen Versammlung teil. Weil sagte: „Das Land unterstützt aus Überzeugung die mit dem Zukunftspakt verbundene Weichenstellungen für die Zukunftsfähigkeit von Volkswagen. Der vorgesehene Abbau von Arbeitsplätzen ist eine bittere Pille, zugleich erkennen wir aber die Notwendigkeit an, denn es geht jetzt um Weichenstellungen für die Zukunft von Volkswagen.“

23.000 Jobs fallen in Deutschland weg

Der „Zukunftspakt“ war zwischen Management und Betriebsrat anfangs hoch umstritten. Er sieht unter anderem vor, dass bis zum Jahr 2025 an den deutschen VW-Standorten bis zu 23.000 und weltweit bis zu 30.000 Jobs wegfallen. Der Autobauer will dies ohne betriebsbedingte Kündigungen schaffen - etwa über stärkere Nutzung von Altersteilzeit.

dpa

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