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VW: Bald Handykameras ohne Siegel!

Volkswagen VW: Bald Handykameras ohne Siegel!

Wolfsburg. Für den Einsatz von Dienstgeräten mit Fotofunktion, zum Beispiel Handy, iPad oder Laptop, sollen ab 1. September in deutschen VW-Werken neue Regeln gelten. Aus dienstlichen Gründen sollen optische Funktionen öfter genutzt werden dürfen. Auch private Handys sollen die Mitarbeiter künftig in fast allen Bereichen ohne Siegel mitführen dürfen.

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Dienst-Blackberry mit aufgeklebtem Siegel: Bald gehört das in vielen Bereichen des VW-Werksgeländes der Vergangenheit an.

Quelle: Archiv

So oder so gilt: Privates Fotografieren bleibt auf dem Werksgelände grundsätzlich verboten. Aber in weiten Bereichen des VW-Werks Wolfsburg zum Beispiel können die Beschäftigten Dienstgeräte auch ohne aufgeklebte Siegel nutzen sowie private Geräte ohne Siegel mit sich führen. Und: Auch in weiten Teilen der Technischen Entwicklung (Sicherheitsbereich 2) sind bei Handys von VW-Beschäftigten ab September keine Kamera-Siegel mehr nötig, auch nicht auf privaten Geräten.

Neu: Auf dem Werksgelände gibt es drei Foto-Sicherheitsbereiche. Der Bereich 1 ist nicht speziell gekennzeichnet, die Zugänge zu den Bereichen 2 und 3 werden dagegen beschildert. In der Zeitung „Mitbestimmen“ des VW-Betriebsrates erklärt Matthias Bischoff (Projektleiter Siegelprozess bei der Konzernsicherheit): „Jeder Beschäftigte kann damit auf den ersten Blick erkennen, wo beim Einsatz von Dienstgeräten bestimmte Regelungen bestehen.“ Die jeweiligen Hausherren könnten Detailregelungen und temporäre Fotosicherheitsbereiche veranlassen.

Für den Betriebsrat liegen die Vorteile der geplanten neuen Regelung auf der Hand. Thust in der „Mitbestimmen“: „Arbeitsprozesse werden erleichtert, weil Informationen schneller ausgetauscht werden können. Zum Beispiel werden in vielen Bereichen der TE Video- und Webkonferenzen mit Dienst-Laptops möglich.“ Auch könnten QR- und Barcodes gescannt werden.

  • Die neuen Regeln veröffentlicht die Konzernsicherheit im Volkswagen-Portal.

Mitarbeiter atmen auf

ein Kommentar von Kevin Nobs

In fast allen Bereichen der deutschen VW-Werke sind die Siegel auf Fotohandys bald Vergangenheit. Etliche Angestellte dürften bei dieser Nachricht aufatmen.

Schließlich geht es nicht nur um die Diensthandys. Auch Mitarbeiter, die ihr privates Gerät mit aufs Werksgelände genommen haben, mussten die Kamera versiegeln lassen. Eine Einschränkung, die auch nach Feierabend galt. Ausnahme: Man kratzt das Siegel außerhalb des Werksgeländes ab, benutzt die Handykamera und holt sich am nächsten Tag ein neues Siegel. Ein umständlicher Akt, der bald nicht mehr nötig ist.

Nur in den ganz sensiblen Bereichen bleibt die Siegelpflicht bestehen – und das ist auch gut so.

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