Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
VCD-Ökoranking: Erdgas-Kleinstwagen von VW sind Spitze

Volkswagen VCD-Ökoranking: Erdgas-Kleinstwagen von VW sind Spitze

Erneut haben sich die  Erdgas-Kleinstwagen des VW-Konzerns im Umwelt-Ranking des Verkehrsclubs VCD an die Spitze gesetzt. Die antriebstechnisch  identischen Modelle VW eco up!, Seat Mii Ecofuel und Skoda Citigo CNG Green tec belegten in der am heutigen Mittwoch in Berlin  veröffentlichten neuen VCD-Umweltliste aufgrund ihrer Ökobilanz den ersten Platz vor zwei Hybrid-Fahrzeugen von Toyota.

Voriger Artikel
Freie Fahrt: Teststrecke eröffnet
Nächster Artikel
In Windeseile zum Wunschauto

Öko-Rangliste: Die VW-Kleinstwagen liegen wieder vorn. Der VW eco up!, den VW-Chef Martin Winterkorn im vergangenen Jahr präsentierte, gehört genauso dazu wie die technisch baugleichen Modelle der Konzernschwestern Skoda und Seat.

Quelle: dpa (Archiv)

Auch die zwei Japaner - der Lexus CT 200h und der Prius Hybrid -  verteidigten ihre Platzierung aus dem Vorjahr. An der Spitze des  Rankings des ökologisch ausgerichteten Verkehrsclubs gab es somit keine Veränderung. In den Top Ten vertreten waren außer den drei VW-Modellen und einem weiteren VW-Auto, dem VW Golf 1.4 TGI Blue Motion, nur japanische Typen. Darunter waren neben Modellen von  Toyota und Lexus auch je eines von Mitsubishi, Nissan sowie Suzuki.

Bei seinem Ökotest bewertet der VCD die Umweltbilanz. Wichtigster Faktor dabei ist die Belastung durch den Ausstoß des Klima schädigenden Gases Kohlendioxid (CO 2) und anderer Schadstoffe wie Stickoxide. Auch die Lärmbelästigung  fließt dem Club zufolge in die Berechnung ein. Insgesamt  untersuchten die Tester diesmal mehr als 400 aktuelle Pkw-Modelle.

Allein gemessen am CO 2-Ausstoß lagen die drei VW-Erdgasfahrzeuge und der Toyota Yaris Hybrid mit 79 Gramm je Kilometer gleichauf an der Spitze. Die VW-Autos gewannen aber aufgrund ihrer besseren Bewertung in den anderen Kategorien. Der Yaris Hybrid kam insgesamt auf Rang sechs.

Unter den ökologisch besten zehn Modellen waren aufgrund mehrfacher  Platzierungen wegen Punktgleichheit insgesamt vier Erdgasfahrzeuge,  fünf Hybridautos und drei kleine Benziner. Die Alternativen zu den herkömmlichen Verbrennungsantrieben Diesel und Benzin setzten sich  immer mehr durch, erklärte der VCD. Erdgas verbrennt sehr viel  sauberer als Benzin oder Diesel und hat deshalb deutliche Umweltvorteile. Bei einem Hybridantrieb werden ein Elektro- und ein  Verbrennungsmotor kombiniert.

Schärfere Grenzwerte: VCD-Experte Gerd Lottsiepen kritisiert kontraproduktive Haltung der Bundesregierung

Der VCD kritisierte zugleich die Position der Bundesregierung, auf  deren Drängen hin Ende Juni eine EU-Abstimmung über schärfere  CO 2-Grenzwerte verschoben worden war. „Der CO 2-Grenzwert ist  bislang das effektivste Instrument, um Treibhausgase zu reduzieren  und die Kosten an der Tankstelle zu senken“, erklärte dessen  verkehrspolitischer Sprecher Gerd Lottsiepen am Mittwoch.

Lottsiepen warf der schwarz-gelben Regierung „knallharte  Klientelpolitik“ für die deutschen Oberklasse-Hersteller Daimler  und BMW vor, deren stark motorisierte Autos viel Treibstoff  verbrauchen und viel CO 2 ausstoßen. Dagegen zeige der VCD-Test,  dass neben den Siegerautos bereits Dutzende weitere Modelle auf dem Markt seien, die den von der EU geplanten Flottengrenzwert von 95  Gramm CO 2 je Kilometer ab dem Jahr 2020 einhielten. Insgesamt seien  es 45.

Die Konzentration einiger deutscher Hersteller und der  Bundesregierung auf das Premiumsegment sei ein „gefährlicher Weg“,  erklärte der Experte dazu weiter. „Der Volkswagen-Konzern weist mit  seinen kleinen Erdgasfahrzeugen dagegen in die richtige Richtung.“  Vor einigen Monaten hatte schon die Umweltschutzorganisation  Greenpeace den VW-Konzern gelobt, weil er sich ausdrücklich zu dem  EU-Ziel von 95 Gramm CO 2 je Kilometer bekannt hatte.

  • Reine Elektrofahrzeuge berücksichtigte der VCD bei seiner  Untersuchung nicht, führte diese aber separat in einem eigenen  Ökoranking auf. Als Grund gab der Verband an, dass Verkaufszahlen  sehr niedrig und die Datenlage zu dünn sei.

afp

Voriger Artikel
Nächster Artikel