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Umwelthilfe drängt zu Konsequenzen aus Abgassaffäre

Volkswagen Umwelthilfe drängt zu Konsequenzen aus Abgassaffäre

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft den Behörden einen zögerlichen Umgang mit dem VW-Abgasskandal vor. Außerdem gab es auffällige Meßergebnisse bei Opel.

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Abgasaffäre: Die deutsche Umwelthilfe drängt Behörden zu Konsequenzen.

Quelle: dpa

DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch äußerte am Freitag in Berlin Kritik am Verhalten von Bundesregierung und Kraftfahrtbundesamt. „Die Behörden in Deutschland müssen endlich ihre Kontrollfunktion wahrnehmen“, mahnte er. Zugleich legte die Umwelthilfe neue Messergebnisse für einen Opel Zafira Diesel vor. Das Auto hält die Grenzwerte für Stickoxid-Emissionen (NOx) nach Tests eines Schweizer Labors nur dann ein, wenn sich die Hinterräder nicht drehen.

Der internationale Verkehrsberater Axel Friedrich sprach von nicht erklärbaren Auffälligkeiten bei den Untersuchungen der Abgasprüfstelle der Fachhochschule Bern. Das renommierte Institut sei vor allem für Schweizer Behörden tätig. Es ermittelte bei einem Opel Zafira 1.6 CDTi in bestimmten Fahrsituationen sogar bis zu 17-fach höhere NOx-Emissionen als nach dem Euro-6-Grenzwert zulässig.

Eingehalten wurde der Grenzwert nur dann, wenn die Hinterräder stillstanden. Wenn nicht nur die Vorder-, sondern auch die Hinterräder mitgedreht wurden, lagen die Ausstöße zwei bis viermal höher als erlaubt.

Von einer Manipulation durch Opel wollten die Umweltexperten nicht sprechen, forderten das Kraftfahrt-Bundesamt aber zu einer Überprüfung des Fahrzeugtyps auf. Nötig seien auch für alle anderen Fahrzeugtypen Prüfungen unter Realbedingungen. Nur so könne die Luftreinhaltung im Interesse der Menschen verbessert werden: „Die Menschen leben nicht im Labor.“ Resch und Friedrich äußerten zudem ihr Unverständnis darüber, dass sich die Bundesregierung in Brüssel der Suche nach besseren Emissionstests verweigere. 

epd

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