Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
USA: VW-Werker stimmen über Mitarbeitervertretung ab

Volkswagen USA: VW-Werker stimmen über Mitarbeitervertretung ab

Nach einem monatelangen Tauziehen stimmen die Arbeiter im einzigen US-Autowerk von Volkswagen über eine Interessenvertretung ab. Es geht darum, ob die US-Autogewerkschaft UAW die Beschäftigten am Standort Chattanooga künftig repräsentieren soll.

Voriger Artikel
VW: US-Absatz bricht erneut ein
Nächster Artikel
Jubiläum bei Seat: Vor 30 Jahren lief der erste Ibiza vom Band

Volkswagen USA: IG-Metall-Chef Detlef Wetzel (kl. Foto) begrüßt die für Februar geplante Gewerkschaftswahl.

Quelle: Archiv

Die zuständige Aufsichtsbehörde habe die Wahl für den 12. bis 14. Februar angesetzt, erklärte VW. In dem Werk wird der US-Passat hergestellt.

IG-Metall-Chef Detlef Wetzel begrüßte die Wahl. „Die IG Metall unterstützt das Anliegen der Beschäftigten, sich betrieblich und gewerkschaftlich in den USA zu organisieren“, erklärte Wetzel.

Die Wahl ist ein Politikum. Wenn die UAW die Mehrheit der Stimmen erhalten sollte, würde die Gewerkschaft zum ersten Mal im Süden der Vereinigten Staaten Fuß fassen. Politiker laufen dagegen Sturm, weil sie Wettbewerbsnachteile für die Region fürchten; sie sehen die UAW als Mitschuldigen am Niedergang der Industrie rund um die Autometropole Detroit. Auch innerhalb der VW-Belegschaft in Chattanooga gibt es Widerstand gegen die UAW.

Chattanooga im Bundesstaat Tennessee ist das weltweit einzige VW-Werk ohne eine Mitarbeitervertretung nach Vorbild des deutschen Betriebsrats. „Die Mitarbeiter haben ein Recht auf Mitbestimmung in einer Sache, die ihre ureigenen Interessen betrifft“, erklärte der örtliche Personalchef Sebastian Patta. Deshalb solle nun geheim abgestimmt werden. Von den insgesamt 2500 Mitarbeitern am Standort Chattanooga sind rund 1700 aus der Produktion zur Wahl aufgerufen.

Dieser Text wurde aktualisiert!

Voriger Artikel
Nächster Artikel