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Trotz Abgas-Skandal: VW-Absatz brach nicht ein

Volkswagen Trotz Abgas-Skandal: VW-Absatz brach nicht ein

Trotz des Abgas-Skandals sind die Verkaufszahlen von Volkswagen nicht eingebrochen. Im September verkaufte der Konzern 1,5 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. Bei der Marke VW-Pkw ging es mit einem Minus von 4,0 Prozent bergab. Im Vergleich zum August fielen die Rückgänge bei den Verkäufen aber sogar geringer aus.

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Auslieferungen: Konzern-Verkäufe sanken um 1,5 Prozent

Die Auswirkungen der Diesel-Affäre dürften im September allerdings noch keine große Rolle gespielt haben. Der Skandal war erst gegen Ende des Monats bekannt geworden. Frühestens der Oktober könnte ein erster Indikator sein, zumal zumindest hierzulande Autokäufe mit viel Vorlauf und selten spontan ablaufen.

Auf Jahressicht liegt VW konzernweit mit bislang 7,43 Millionen verkauften Autos mit 1,5 Prozent im Minus. Andere große Autobauer legten dagegen kräftig zu.

Bei der Marke VW sanken die Verkäufe in den ersten neun Monaten des Jahres um 4,7 Prozent auf 4,35 Millionen Fahrzeuge. Im September verzeichnete VW in den USA sogar ein leichtes Plus von 0,6 Prozent und übergab 26.100 Neuwagen an Kunden. Vor allem der schwächelnde Automarkt in China macht VW weiter zu schaffen - im Reich der Mitte gab es im September ein Minus von 1,7 Prozent. Auch in Russland und Südamerika sank der Absatz weiter kräftig. Das kleine Verkaufsplus in Europa konnte das nicht ausgleichen.

Die VW-Töchter Audi (+ 6,8 Prozent) und Porsche (+ 29,8 Prozent) legten im September deutlich zu. Bei Skoda (- 2,1 Prozent) und Seat (- 8,6 Prozent) sanken die Verkäufe.

DIE MARKEN

Volkswagen Pkw: Die Marke VW lieferte im September weltweit 513.500 Fahrzeuge aus, das waren 4,0 Prozent weniger als im September 2014. In den USA, wo der Diesel-Skandal seinen Anfang nahm, legten die VW-Verkäufe um 0,6 Prozent auf 26.100 Autos zu. In China sank der Absatz um 1,7 Prozent auf 235.300 Wagen. Seit Jahresbeginn sanken die weltweiten Verkäufe von VW-Pkw um 4,7 Prozent auf 4,35 Millionen Fahrzeuge.

Audi: Die Premiumtochter Audi verkaufte bis Ende September 1,35 Millionen Autos, ein Zuwachs um 3,8 Prozent.

Porsche: Der Sport- und Geländewagenhersteller Porsche steigerte die Auslieferungen in neun Monaten um 27,6 Prozent auf 173.100 Autos.

Skoda: Die Marke Skoda verkaufte von Januar bis Ende September 791.500 Wagen, ein Plus von 2,2 Prozent.

Seat: Die spanische VW-Tochter Seat übergab bis Ende September 308.400 Autos an Kunden, ein Plus von 4,9 Prozent.

Volkswagen-Nutzfahrzeuge: Die Nutzfahrzeugtochter von Volkswagen mit Sitz in Hannover verkaufte von Januar bis Ende September weltweit 321.300 Fahrzeuge, was ein leichter Rückgang um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist.

MAN: Der Lkw- und Bushersteller MAN aus München lieferte in den ersten neun Monaten des Jahres 74.400 Fahrzeuge aus, ein deutlicher Verkaufsrückgang um 13,1 Prozent.

Scania: Die schwedische Nutzfahrzeugmarke Scania verkaufte weltweit 54.900 schwere Lastwagen und Busse aus, die Verkäufe sanken damit um 2,2 Prozent.

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