Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Touran explodiert - Aral stoppt Erdgasverkauf

Volkswagen Touran explodiert - Aral stoppt Erdgasverkauf

Wolfsburg / Bochum. Die Tankstellenkette Aral hat nach einem Unfall mit einem VW-Erdgasauto vorsorglich einen Verkaufsstopp von Erdgas empfohlen. Auch die Aral-Tankstelle an der Heinrich-Nordhoff-Straße - die einzige mit Erdgas in Wolfsburg - hat den Betrieb dieser Zapfsäule vorerst eingestellt.

Voriger Artikel
VW: Elektromobilität zwingt Standorte zu Reformen
Nächster Artikel
Umwelthilfe sieht „Züge organisierter Kriminalität“

Verkaufsstopp: Aral nimmt Erdgas aus dem Handel, nachdem in Duderstadt ein VW Touran beim Tanken explodiert ist.

Quelle: Archiv

„Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Klärung der genauen Sachlage, um den Verkauf von Erdgas in Abstimmung mit dem jeweiligen Gasversorger zeitnah wieder zu ermöglichen“, sagte ein Aral-Sprecher. In Deutschland gebe es rund 190 Aral-Stationen mit Erdgaszapfsäulen.

Aral begründete den Verkaufsstopp mit einer Explosion an einer Erdgas-Zapfsäule in Duderstadt. Dort war es am vergangenen Freitag zum Bersten eines Gastanks in einem VW Touran gekommen. Der Autofahrer war nach Polizeiangaben schwer verletzt in eine Klinik gebracht worden. An der Wolfsburger Aral-Tankstelle liefen am Montag Wartungsarbeiten, jetzt bleibt der Gashahn bis auf weiteres abgedreht.

„Da die Einzelheiten des genannten Vorfalls noch nicht abschließend geklärt sind, haben wir den Tankstellenunternehmern vorsorglich empfohlen, den Erdgasverkauf bis auf Weiteres einzustellen und umgehend Kontakt zum Erdgasversorger aufzunehmen“, sagte der Aral-Sprecher. Laut „Motor-Talk“ gehören Erdgas-Säulen an Aral-Tankstellen üblicherweise einem Erdgasversorger. Tankstellen mit einem Besitzer und Aral-Logo kümmern sich demnach selbst um den Kraftstoff - daher gibt es nur eine Empfehlung der Zentrale. Insgesamt gebe es bundesweit rund 100.000 Erdgas-Fahrer und 900 Tankstellen mit Erdgas-Zapfsäulen.

Rückrufaktion für erdgasbetriebene VW

Bei Volkswagen läuft derzeit bereits eine Rückrufaktion von Erdgasfahrzeugen. Dabei geht es um den vorsorglichen Tausch von Gasflaschen.

Ende August hatte VW mitgeteilt, die Rückrufe auszuweiten. Betroffen sind insgesamt mehr als 35.000 Fahrzeuge der Modelle Caddy, Passat und Touran der Modell-Jahrgänge 2006 bis 2010.

Nach VW-Angaben könnte bei einigen Fahrzeugen die Außenhaut bei Beschädigungen nicht mehr den nötigen Korrosionsschutz bieten. Sinke die Wandstärke der Gasflaschen durch Korrosion, könne dies zum Bersten eines Gastanks und zu erheblicher Verletzungsgefahr führen.

Bis zur Umrüstung sollten betroffene Modelle nur im Benzinbetrieb genutzt werden. Die Besitzer würden direkt von Volkswagen kontaktiert.

dpa/amü

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell