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Tausende VW-Mitarbeiter legen Arbeit nieder

Volkswagen Tausende VW-Mitarbeiter legen Arbeit nieder

Offiziell waren es „Informationsveranstaltungen des Betriebsrats“, tatsächlich beteiligten sich gestern rund 50.000 VW-Beschäftigte aus den sechs westdeutschen Standorten an faktischen Arbeitsniederlegungen. Der Tarifkonflikt bei VW spitzt sich zu.

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Arbeit niedergelegt: Tausende Mitarbeiter protestierten gegen den Stillstand bei den laufenden Gesprächen über den Haustarifvertrag bei VW.

Quelle: dpa

Betriebsratschef Bernd Osterloh wiederholte im Werk Wolfsburg seine markige Ablehnung des VW-Angebots: „2,2 Prozent sind eine Frechheit und ein reines Scheinangebot“ – die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld. Das bisherige VW-Angebot, so Osterloh, sei „Magerkost“, „respektlos“, „heiße Luft“.

Wolfsburgs IG-Metall-Chef Hartwig Erb sah die Tarifverhandlungen im gesamtgesellschaftlichen Kontext: „Vom Wachstum profitieren nur die Reichen, den Malochern kommt er nicht zu Gute.“ Und IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine versprach der Arbeitgeberseite: „Die Belegschaft macht einen guten Job und hat es nicht verdient, so abgespeist zu werden, wir werden weiter streiken und kämpfen.“

Vorerst allerdings war‘s gar kein Warnstreik, bei VW herrscht noch Friedenspflicht. An den „spontanen Aktionen“, wie die IG Metall offiziell sagt, beteiligten sich gestern rund 50.000 Beschäftigte an den VW-Standorten in Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Emden, Kassel und Salzgitter. Allein rund 30.000 davon in Wolfsburg, und das in Früh-, Spät- und Nachtschicht – alle Mitarbeiter sollten Gelegenheit bekommen, mit Trillerpfeifen und Plakaten gegen das „schlappe und mickrige VW-Angebot“ (Meine) zu protestieren.

Die nächste VW-Verhandlungsrunde findet voraussichtlich Anfang März statt.

Info-Veranstaltung zur Tarifrunde: 30.000 Beschäftigten nahmen an der Kundgebung im VW-Werk Wolfsburg teil.

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fra

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