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Tarifverhandlung: Bei Sitech stehen die Zeichen auf Sturm

Volkswagen Tarifverhandlung: Bei Sitech stehen die Zeichen auf Sturm

Die Sitech-Belegschaft macht Druck: 50 Mitarbeiter fuhren gestern mit dem Bus nach Hannover, um in der laufenden Tarifverhandlung ein deutliches Zeichen zu setzen. Knackpunkt ist das Thema Altersteilzeit.

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Tarifstreit bei Sitech: 50 Mitarbeiter aus Wolfsburg fuhren gestern zur zweiten Verhandlungsrunde nach Hannover.

Quelle: Foto: Franke

Altersteilzeitregelungen gibt es bei fast allen VW-Töchtern, nicht so beim Sitzehersteller Sitech. „Und darum ist das eine ganz zentrale Forderung in der Tarifrunde“, sagte Betriebsratsvorsitzender Wissam Harb. Warum das so ist, unterstrich Vertrauensmann Patrick Dauwitz: „Wir sind keine Textilfirma und nähen Sitzbezüge. Wir bauen Sitze aus Metall“ - ein Knochenjob. Zwar sei die Sitech ein junges Unternehmen: „Aber auch unsere Kollegen werden älter.“

Davon ist Azubi Franziska Röhrs mit ihren 23 Jahren zwar weit entfernt, dennoch war sie gestern dabei. „Diese Solidarität ist doch keine Frage. Außerdem geht es auch um Bildungsteilzeit, die die jungen Kollegen ebenfalls betrifft.“

Und so fuhren die Mitarbeiter gestern nach Hannover, um an einer „Informationsveranstaltung“ zu den laufen Verhandlungen teilzunehmen - ein Streik war‘s offiziell nicht. Das könnte sich aber schnell ändern. Wissam Harb: „Wir sind jederzeit in der Lage, den Betrieb still zu legen“ - bei der Sitech stehen die Zeichen auf Sturm.

Die zweite Verhandlungsrunde, die gestern Nachmittag in Hannover begann, dauerte bis zum Abend und brachte bis Redaktionsschluss kein Ergebnis.

fra

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