Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Studie: Leistungsstärkster Autobauer der Welt

Volkswagen Studie: Leistungsstärkster Autobauer der Welt

Der Volkswagen-Konzern kommt voran mit seinem Vorhaben, der bedeutendste Autobauer der Welt zu werden. In einer Studie des Center of Automotive Research (CAM) aus Bergisch Gladbach schafften es die Wolfsburger bereits zum leistungsstärksten Fahrzeughersteller weltweit, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Der Spitzenreiter aus dem Vorjahr, Toyota, stürzte hingegen ab.

Voriger Artikel
Angriff in der Kleinwagenklasse: VW zeigt den Up
Nächster Artikel
WAZ testet den neuen VW-Up

Nach einer Studie schaffte es VW zum leistungsstärksten Fahrzeughersteller weltweit, Toyota stürzte hingegen ab.

Um den Leistungsindex für die 18 größten globalen Autobauer, den sogenannten Automotive-Performance-Index (API) zu ermitteln, führen die CAM-Wissenschaftler jedes Jahr bestimmte Faktoren aus verschiedenen Gebieten zusammen. Konkret fließen Angaben aus dem Finanzergebnis der Konzerne, deren Erfolg am Markt und ihrer Innovationsleistung in die Berechnung ein.

Volkswagen bewährte sich den Angaben zufolge in allen Gebieten überdurchschnittlich gut und landete auf Rang eins vor Daimler, Hyundai und BMW. Den größten Abstand zur Konkurrenz schafften die Wolfsburger bei der Innovationstärke: „Da schneidet Volkswagen mit Abstand am besten ab“, sagte CAM-Leiter Stefan Bratzel der Nachrichtenagentur AFP. Außerdem hätten das breite Produktangebot, das starke Engagement in China sowie das profitable modulare Baukastensystem bei der Fahrzeugherstellung maßgeblich zum Erfolg beigetragen.

Dennoch gebe es bei den Wolfsburgern derzeit noch „einige Baustellen, die dicht gemacht werden müssen“, sagte Bratzel. Der Erfolg des Unternehmens würde deren Existenz derzeit weitgehend überlagern. Tatsächlich aber sei die Eingliederung von Porsche noch immer nicht abgeschlossen, auch eine klare Abgrenzung der Marken VW und Skoda sei noch nicht erfolgt. Außerdem müsse auch Seat „Geld verdienen und Suzuki ist noch nicht in positive Bahnen gelenkt“, fasste der Wissenschaftler zusammen.

Volkswagen verfolgt seit einigen Jahren seine „Strategie 2018“. Sie sieht vor, den größten Autobauer Europas bis zum Jahr 2018 zum “ökonomisch und ökologisch weltweit führenden“ Fahrzeug-Hersteller zu machen, wie Vorstandschef Martin Winterkorn im vergangenen Jahr erklärt hatte. Ein für die Autobauer bedeutender Indikator sind dabei die Absatzzahlen. Dort lagen die Deutschen 2010 jedoch noch hinter dem US-Unternehmen General Motors und dem japanischen Toyota-Konzern zurück.

Die Japaner kann Volkswagen beim Absatz bereits in diesem Jahr überholen, schätzen die Experten des CAM. Was den API-Index betrifft, haben die Deutschen Toyota schon 2010 weit hinter sich gelassen. Die Japaner fielen von Rang eins auf Rang acht zurück. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr mit zahlreichen Qualitätsmängeln und Rückrufen im zweistelligen Millionenbereich zu kämpfen. Das belastete das Konzernergebnis und ließ die Absatzzahlen sinken.

Gleichzeitig sei die Innovationsleistung zurückgegangen. „Toyota hatte mit den Qualitätsproblemen so viel zu tun, dass sie sich um ihre Innovationen nicht mehr kümmern konnten“, sagte Bratzel.

In die Riege der führenden Autobauer könnte derweil Hyundai vordringen. Im API-Ranking für 2010 schoben sich die Südkoreaner bis auf Platz drei vor. „Das sind die Angreifer von unten“, sagte Bratzel. Hyundai mache derzeit wenig Fehler und erziele gute Renditen. Die Südkoreaner müssten allerdings „aufpassen, dass Wachstum nicht auf die Qualität geht“. Wie schnell daraus Probleme entstehen, habe erst Toyota bewiesen.

afp

Voriger Artikel
Nächster Artikel