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Streit um Zukunftspakt bei Volkswagen beigelegt

Vorstand und Betriebsrat haben sich geeinigt Streit um Zukunftspakt bei Volkswagen beigelegt

Bei Volkswagen wollen Management und Betriebsrat nach internen Auseinandersetzungen beim tiefgreifenden Umbau des Autobauers wieder an einem Strang ziehen. Streitpunkte über die Umsetzung des Reformprogramms „Zukunftspakt“ wurden beigelegt.

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Streit beigelegt: Volkswagen und Betriebsrat einigen sich.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärte am Dienstag bei der Betriebsversammlung in Wolfsburg, in einem Brief sage der Vorstand zu, auf den „Vertragsstand“ zurückzukommen. Ein VW-Sprecher bestätigte, die Streitpunkte, die der Betriebsrat angesprochen habe, seien diskutiert und nun beigelegt worden.

VW-Betriebsversammlung Februar 2017: BR-Chef Bernd Osterloh, AR-Chef Hans-Dieter Pötsch und Kanzleramtsminister Peter Altmaier.

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Der Betriebsrat hatte Markenchef Herbert Diess Wortbruch vorgeworfen und deshalb einige Projekte vorerst auf Eis gelegt. Osterloh sagte bei der Betriebsversammlung, die Auflösung einer dritten Schicht an der Montagelinie 2 in Wolfsburg sei nun vom Tisch. „Es wird gleichmäßig heruntergetaktet, bis der Golf-Absatz wieder anzieht.“ Auch ein Schreiben an die Personalleiter, mit dem der interne Arbeitsmarkt „blockiert“ werden sollte, „kommt in die Tonne“, sagte der Betriebsratschef. „Die Fachbereiche bekommen genau die Freiheiten, die sie brauchen.“ Ebenso wurde laut Osterloh die Anweisung kassiert, die Beschäftigten bei der Leistungsorientierten Vergütung zurückzustufen. „Wer volle Leistung bringt, der bekommt auch die volle Vergütung.“

Der Zukunftspakt soll VW profitabler machen und gleichzeitig Milliarden für neue Geschäftsfelder bereitstellen. Osterloh sagte: „Lasst uns – auch wenn wir uns alle in den nächsten Jahren bewegen müssen, wenn wir Liebgewordenes für Neues loslassen müssen – gemeinsam Volkswagen nach vorne bewegen.“ Mit dem Pakt habe VW auch den Einstieg in die Elektromobilität eingeleitet.

Massenfertigung von Batteriezellen in Salzgitter?

Dabei stehen allerdings viele Jobs in der Herstellung klassischer Verbrennungsmotoren auf der Kippe. VW erwägt daher den Einstieg in eine Massenfertigung von Batteriezellen in Salzgitter, wie Osterloh bekräftigte. Er fügte hinzu: „Soweit dies wirtschaftlich tragbar ist.“ Bisher werden Batteriezellen als wichtige Komponente vor allem in Asien produziert.

Markenchef Diess betonte, VW müsse den „Zukunftspakt“ schnell und konsequent umsetzen. Er sei für 2017 optimistisch. „Es wird ein gutes, aber auch anstrengendes Jahr.“

dpa/red

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