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Stephan Weil: VW hätte Abgas-Skandal früher zugeben müssen

Volkswagen Stephan Weil: VW hätte Abgas-Skandal früher zugeben müssen

VW hätte die Abgas-Manipulation bei Dieselfahrzeugen nach Ansicht von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) viel früher eingestehen müssen. Im Herbst vergangenen Jahres seien erstmals Abweichungen zwischen Labortests und Straßentests bei VW-Dieselfahrzeugen in den USA festgestellt worden, sagte Weil gestern im Landtag in Hannover.

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Stephan Weil: „Es ist ein langer und harter Weg, der vor Volkswagen liegt.“

Quelle: Holger Hollemann

Danach habe es mehr als ein Jahr Gespräche zwischen US-Behörden und Volkswagen gegeben, bis VW die Manipulation eingeräumt habe. „Dieses Eingeständnis hätte klar und deutlich sehr viel früher erfolgen müssen - ein weiterer schwerer Fehler“, sagte Weil. Der SPD-Politiker ist Mitglied des VW-Aufsichtsrates, das Land Niedersachsen hält rund 20 Prozent an Volkswagen.

Weil sagte, wer für das Verhalten von VW verantwortlich sei, werde nun untersucht. Er selbst habe genau wie Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) erst aus den Medien vom Abgas-Skandal erfahren. Am 18. September hatten die US-Behörden das Eingeständnis von VW veröffentlicht, Werte manipuliert zu haben. Weil rechnet damit, dass die Untersuchung der vom Aufsichtsrat engagierten US-Anwaltskanzlei Jones Day wegen des großen Umfangs einige Monate dauern werden.

Offen sei, ob es VW gelingen werde, sich das Vertrauen seiner Kunden zu erhalten und an den unterschiedlichen Märkten auf der Welt erfolgreich zu bleiben. „Es ist ein langer und harter Weg, der vor Volkswagen liegt - daran ist nichts zu beschönigen“, sagte Weil.

Wolfsburgs CDU-Landtagsabgeordnete Angelika Jahns sagte: „Die ganze Situation ist auch für die Stadt Wolfsburg als Konzernsitz eine große Belastung, deshalb müssen wir uns vor die Mitarbeiter stellen und auch als Kunden mithelfen, das Unternehmen zu stärken.“

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