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Sponsoring-Affäre: VW soll zwei Millionen zahlen

Volkswagen Sponsoring-Affäre: VW soll zwei Millionen zahlen

Es geht um den Vorwurf der Bestechung und millionenschwere Verträge: Das umstrittene Sponsoring der Telekom für den Fußball-Bundesligisten und VW-Werks-club VfL Wolfsburg kommt voraussichtlich doch nicht vor Gericht.

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„Die Kammer hat in dem Verfahren seit einiger Zeit eine Einstellung gegen Zahlung einer Geldsumme vorgeschlagen“, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Landgerichts gestern. Das „Handelsblatt“ und die „Süddeutsche Zeitung“ hatten darüber berichtet. „Seit kurzem haben alle Beteiligten geäußert, dass sie damit grundsätzlich einverstanden wären“, hieß es aus dem Gericht. Eine endgültige Entscheidung zu einer möglichen Einstellung sei aber noch nicht gefallen. Weder VW noch die Telekom äußerten sich zum Verfahren.

Hintergrund ist die Verquickung eines Millionen-Vertrags zwischen Volkswagen und der Telekom-Tochter T-Systems. Laut Staatsanwaltschaft sollen VW-Führungskräfte die Verlängerung eines Sponsoring-Vertrags gefordert haben, um ihrerseits einen hoch dotierten Vertrag mit T-Systems weiterzuführen.

Angeklagt sind drei frühere Mitarbeiter der Telekom sowie zwei VW-Manager. Dass das Gericht dies nun auf sich beruhen lassen will, hat nach Angaben eines Sprechers verschiedene Gründe. Die Gefahr, dass sich der Fall wiederholt, stuften die Juristen als vergleichsweise gering ein.

Gänzlich ungestraft will die Staatsanwaltschaft Volkswagen den Zeitungsberichten zufolge aber nicht davonkommen lassen. Demnach soll VW ein Bußgeld von zwei Millionen Euro zahlen. Anders als die Geldauflage richtet sich das Bußgeld nicht an die fünf Angeklagten, sondern an Volkswagen als Konzern.

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