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Sponsoring-Affäre: VW droht Millionen-Bußgeld

Volkswagen Sponsoring-Affäre: VW droht Millionen-Bußgeld

Im Verfahren um Sponsoring für den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg will die Staatsanwaltschaft Stuttgart von VW und dessen Einkaufsvorstand Francisco Garcia Sanz laut einem Bericht ein Bußgeld in Millionenhöhe.

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Umstrittenes VfL-Sponsoring: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart will laut einem Medienbericht ein Millionen-Bußgeld von VW und seinem Einkaufsvorstand Francisco Garcia Sanz (r.).

Die Behörde habe bisher weder selbst einen Bußgeldbescheid erlassen, noch einen beim Stuttgarter Landgericht beantragt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gestern. Sie kommentierte nicht, dass es sich bei dem angedachten Bußgeld nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ insgesamt um einen siebenstelligen Betrag handelt.

Die Staatsanwaltschaft hatte das Bußgeldverfahren im Frühjahr eingeleitet. Ein VW-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht äußern und verwies auf den Status des schwebenden Verfahrens. Hintergrund ist eine Klage gegen zwei VW-Manager und drei ehemalige Mitarbeiter der Telekom (WAZ berichtete mehrfach). Die VW-Führungskräfte sollen die Verlängerung eines Sponsoringvertrags für den VfL gefordert haben, damit sie einen hoch dotierten Vertrag mit der Telekom-Tochter T-Systems weiterführen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin einen Fall von Bestechlichkeit.

Die Manager hatten die Vorwürfe bisher stets bestritten. Das Stuttgarter Landgericht hatte angeregt, dieses Verfahren gegen eine Geldzahlung einzustellen. Darauf gebe es noch keine Reaktionen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft haben darüber hinaus sowohl VW als auch Einkaufsvorstand Sanz ihre Kontrollpflichten verletzt. Wegen dieser Ordnungswidrigkeit wolle die Staatsanwaltschaft das Bußgeld fordern, erklärte die Sprecherin.

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