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Sigmar Gabriel: „Strafwürdiges Verhalten“

VW-Abgas-Skandal Sigmar Gabriel: „Strafwürdiges Verhalten“

Sigmar Gabriel hat heute erneut unterstrichen, die VW-Krise dürfe nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Am Rande einer Konzern-Betriebsratstagung im CongressPark sprach der Wirtschaftsminister und SPD-Chef von einem „massiven und strafwürdigen Verhalten der Manager“.

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Riesiger Medien-Auflauf: Sigmar Gabriel nahm heute in Wolfsburg Stellung zur VW-Abgas-Affäre.

Quelle: dpa

Es könne nicht angehen, „dass die Beschäftigten, die Arbeitnehmer den Preis zahlen sollen“, fuhr Gabriel fort.

Er warnte außerdem:  „Es wird in Deutschland aber auch darum gehen, dass wir aufpassen, dass wir nicht übers Ziel hinausschießen.“ Es dürfe nicht darum gehen, eine Debatte über die gesamte Automobilindustrie oder über den Diesel zu führen. „Es hängen über 70.000 Arbeitsplätze an der modernen Dieseltechnologie“, so Gabriel. „Ich kann nur dazu raten, jetzt nicht eine allgemeine Debatte über die Autoindustrie in Deutschland zu führen.“

Zugleich forderte Gabriel mehr Transparenz bei der Aufklärung der Abgas-Affäre. Er teile die Auffassung der Arbeitnehmervertreter, der Betriebsräte und der IG Metall, „dass es ein offensives Vorgehen des Konzerns geben muss. Nicht erst auf Nachfrage.“ Klar sei, dass das Unternehmen aufklären müsse: „Je offensiver es das tut, desto besser wird es werden. Je defensiver, desto schwieriger.“

Auf Nachfrage, dass bereits über mögliche Steuer-Nachzahlungen für betroffene Fahrzeuge diskutiert werde, sagt Gabriel, er halte nichts von „schnellen Schlagzeilen und politischer Profilierung zu Lasten von VW.“

fra

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