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Riesen-Rente: Horst Neumann gründet Stiftung

Volkswagen Riesen-Rente: Horst Neumann gründet Stiftung

Üppige Vorstandsgehälter haben Volkswagen schon viel Kritik eingebracht. VW-Personalvorstand Horst Neumann (66), der Ende des Monats in Rente geht, will nun einen Großteil seiner Altersbezüge in Höhe von 23,7 Millionen Euro in eine Stiftung einbringen.

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VW-Personalvorstand Horst Neumann: Der Manager hat eine gemeinnützige Stiftung gegründet.

Quelle: Kai-Uwe Knoth

Über die großzügige Altersversorgung von Neumann, die bereits seit Monaten bekannt ist und im Geschäftsbericht veröffentlich wurde, berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe kritisch, sieht Neumann auf dem Weg „vom VW-Personalvorstand zum Luxusrentner“.

VW erklärte auf Anfrage, dass Neumann bereits vor einigen Monaten die Gründung der gemeinnützigen Stiftung „Institut für die Geschichte und Zukunft der Arbeit“ beantragt habe. Dies habe Neumann, der seine Karriere bei der IG Metall begann, auch gegenüber der Gewerkschaft damit begründet, dass er der Allgemeinheit einen Teil seiner Altersbezüge zurückgeben wolle. Konkret geht es um einen Kapitalstock von zunächst zwei Millionen Euro und insgesamt rund zehn Millionen Euro bis 2022.

Die Stiftung soll Doktoranden, Forschungsprojekte und wissenschaftliche Publikationen zum Thema Arbeit in Geschichte, Gegenwart und Zukunft fördern und damit einen konkreten Beitrag zur Verbesserung von Arbeit sowie des Arbeitsmarktes leisten.

Rückendeckung erhielt Neumann nun nicht nur von VW-Chef Matthias Müller. Auch Betriebsratschef Bernd Osterloh betonte: „Horst Neumann hat sich große Verdienste um Volkswagen und seine Beschäftigten erworben.“ Dazu zählt Osterloh etwa den Tarifabschluss 2006 zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie das Bonussystem zur fairen Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.

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