Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Razzien auf VW-Gelände und in Winterkorns Privathaus

Insgesamt 28 Häuser und Büros durchsucht Razzien auf VW-Gelände und in Winterkorns Privathaus

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Zuge der Ausweitung der Ermittlungen im Abgas-Skandal in dieser Woche 28 Häuser und Büros vor allem im Bereich Wolfsburg, Gifhorn und Braunschweig durchsucht. Auch Winterkorns Haus in München und sein dortiges Büro wurden nach dpa-Informationen am Donnerstag durchsucht.

Voriger Artikel
VW-Abgasskandal: Winterkorn bleibt bei seiner Darstellung
Nächster Artikel
VW-Konzern ruft in den USA 600.000 Autos zurück

Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft: Sowohl auf dem VW-Werksgelände als auch bei Mitarbeitern des Software-Entwicklers IAV in Gifhorn (kl. Bild) schauten sich die Ermittler um.

Quelle: Britta Schulze (1) / Archiv (1)

Wolfsburg. Martin Winterkorn hat eine Villa im Münchner Stadtteil Oberföhring, sein Büro befindet sich in der Innenstadt der bayerischen Metropole. Bei der Durchsuchung soll Winterkorn über die gegen ihn laufenden Ermittlungen informiert worden sein.

Auch auf dem VW-Werksgelände in Wolfsburg wurden am Donnerstag Büros durchsucht. Die Aktionen richteten sich nach dpa-Informationen außerdem gegen Softwarespezialisten der VW-Beteiligung IAV, die einen Standort in Gifhorn hat. Mitarbeiter der Firma IAV sollen an der Entwicklung der Betrugssoftware beteiligt gewesen sein. Das geht aus dem „Tatsachenbericht“ hervor, den VW und die US-Justiz im Januar vorgelegt haben. Bereits im Oktober 2015, kurz nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals, gab es eine Durchsuchung in den Räumen der IAV.

Die Razzien wurden offenbar wochenlang vorbereitet. „Den Durchsuchungen liegen Beschlüsse des Amtsgerichts Braunschweig zugrunde, die überwiegend Ende letzten Jahres erwirkt worden waren“, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig gestern mit. An den Durchsuchungen nahmen teilweise auch sachbearbeitende Staatsanwälte teil. „Die Auswertung sichergestellten Materials wird voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen“, hieß es.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft "zur Kenntnis genommen"
Der frühere VW-Chef Martin Winterkorn bleibt bei seiner Darstellung, bis zum Bekanntwerden des Diesel-Skandals im September 2015 von illegalen Abgas-Manipulationen nichts gewusst zu haben.

Der frühere VW-Chef Martin Winterkorn bleibt bei seiner Darstellung, bis zum Bekanntwerden des Diesel-Skandals im September 2015 von illegalen Abgas-Manipulationen nichts gewusst zu haben. Er habe die Einleitung eines weiteren Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Braunschweig "zur Kenntnis genommen".

mehr
Mehr aus Aktuell