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Prozess um Werkverträge: Kläger bestehen auf Urteil

Volkswagen Prozess um Werkverträge: Kläger bestehen auf Urteil

Neuer Prozess im Streit um Werkverträge: Zehn Mitarbeiter der Firma Hofer Getriebetechnik wollen sich bei VW einklagen, weil ihr Arbeitgeber einen Scheinwerkvertrag mit Volkswagen abgeschlossen haben soll. Der letzte Versuch einer Einigung am Arbeitsgericht scheiterte gestern.

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Prozess am Arbeitsgericht: Zehn Mitarbeiter der Firma Hofer Getriebetechnik wollen sich bei VW einklagen.

Quelle: Photowerk (htz)

Die Kläger sind zum Teil seit vielen Jahren für die Firma Hofer in der FE im VW-Werk eingesetzt. Nach ihren Angaben arbeiten sie Seite an Seite mit VW-Stammbeschäftigten und erhalten Arbeitsanweisungen durch Meister von Volkswagen. „Das Entscheidende ist die Zugehörigkeit zu den Teams bei VW“, sagte ihr Anwalt Rolf Geffken. Es handele sich deshalb um einen Schein-Werkvertrag, meinen die Kläger. Faktisch würden sie wie Leiharbeiter eingesetzt, wofür Hofer mutmaßlich keine Erlaubnis mehr habe.

Dem widersprachen die VW-Anwälte vehement. Sie warfen Geffken „erhebliche Polemik“ vor. „Hier ist ein Werkvertrag abgeschlossen worden und das ist ein ganz legales Mittel“, betonte einer der Anwälte. Außerdem verfüge Hofer sehr wohl über eine Erlaubnis zur Entsendung von Leiharbeitern. Damit falle die Klage in sich zusammen.

Überraschend stellte VW noch eine Einigung in Aussicht: Der Hofer-Auftrag soll für Anfang 2015 neu ausgeschrieben werden. Dann erhält möglicherweise die Autovision den Zuschlag - und die Hofer-Mitarbeiter könnten sich auf Stellen bei der VW-Tochter bewerben. „Aus meiner Sicht ist das alles zu ungewiss“, blieb Geffken skeptisch.

Die Kläger forderten eine Entscheidung. Das Urteil verkündet das Arbeitsgericht Braunschweig am 18. September.

htz

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