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Produktivität: Werk Wolfsburg hinkt Zielen hinterher

Volkswagen Produktivität: Werk Wolfsburg hinkt Zielen hinterher

Bei der Steigerung der Produktivität hat das Stammwerk von Volkswagen noch Nachholbedarf. „Wolfsburg kämpft noch mächtig darum, die Ziele auch in diesem Jahr zu erreichen“, sagte VW-Produktionsvorstand Thomas Ulbrich.

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VW-Produktion in Wolfsburg: Das Stammwerk von Volkswagen ist bei der vereinbarten Produktivitätssteigerung noch nicht auf Kurs.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Wie auch die anderen deutschen VW-Werke muss Wolfsburg seine Produktivität bis 2020 um 25 Prozent steigern. Für das Jahr 2017 wurde im Zukunftspakt ein Ziel von 7,5 Prozent vereinbart. „Die Mehrzahl der deutschen Standorte ist auf einem guten Weg“, sagte Markenchef Herbert Diess, „die Standorte mit schwächerer Auslastung werden sich allerdings schwertun, die Ziele für 2017 zu erreichen.“

Dass Wolfsburg noch nicht auf Kurs liegt, begründete Produktionsvorstand Ulbrich mit dem Anlauf des Golf-Updates zum Jahresbeginn und der verhaltenen Kundennachfrage bei dem Kompaktwagen. „Die Lage im Werk Wolfsburg ist aktuell nicht so gut wie in den letzten Jahren. Insbesondere im Golf-Segment ist die Auslastung zurückgegangen“, sagte Ulbrich der WAZ.

Nach der Markteinführung des Golf-Updates hofft VW nun auf steigende Absatzzahlen bei seinem Brot- und Butter-Modell. Erste positive Impulse seien bereits spürbar. „Die Annahme des Produktes bei den Kunden ist gerade in den letzten Wochen hervorragend“, betonte Ulbrich. Zuletzt sei das Produktionsprogramm für das Werk Wolfsburg wieder um 10.000 Golf-Fahrzeuge erhöht worden. Auch im zweiten Halbjahr soll die Golf-Produktion noch an mehreren Tagen ruhen, „aber wir arbeiten daran, dass wir einige freie Produktionstage wieder füllen können“, so Ulbrich.

Für positive Nachrichten aus Wolfsburg sorgen derzeit die Modelle Tiguan und Touran. Auch im April legten die Neuzulassungen des Geländewagens Tiguan in Deutschland um 40 Prozent zu. Beim Golf gingen die Neuzulassungen dagegen um fast 15 Prozent zurück. Weltweit seien seit der Markteinführung des neuen Tiguan bereits mehr als 300.000 Bestellungen von Kunden eingegangen, sagte Markenchef Diess. „Der Tiguan wird zunehmend zu einer weltweit starken Ertragssäule der Marke.“ Dazu habe auch der erfolgreiche Produktionsstart im Werk Wolfsburg beigetragen. Effizientere Anläufe seien eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Produktivität zu steigern. „Mit dem Tiguan haben wir es bereits vorgemacht“, betonte Diess.

Die starke Nachfrage nach Tiguan und Touran könne zwar einen Teil der Schwäche beim Golf auffangen. Rekordzahlen mit Produktionsergebnissen von bis zu 840.000 Fahrzeugen pro Jahr sind in Wolfsburg laut Ulbrich zunächst aber nicht mehr zu erwarten.

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