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Premiere: VW lässt erstmals Mitarbeiter und Roboter Hand in Hand arbeiten

Volkswagen Premiere: VW lässt erstmals Mitarbeiter und Roboter Hand in Hand arbeiten

Volkswagen erprobt erstmals in seiner Produktion den direkten Schulterschluss von Mensch und Maschine. Bisher arbeiten Roboter hinter Schutzzäunen abgetrennt von der Belegschaft und schweißen beispielsweise Blech. Im VW-Motorenwerk in Salzgitter arbeitet nun ein Roboterarm Seite an Seite direkt mit den Menschen zusammen und hilft beim Einbau empfindlicher Glühstiftkerzen.

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Schulterschluss von Mensch und Maschine: Ein Industrie-Roboterarm bewegt im VW-Werk Salzgitter empfindliche Glühstiftkerzen, die in Motoren zum Einsatz kommen werden.

Quelle: VW

Es handele sich um den ersten „kollaborierenden Roboter“, der weltweit bei VW im Einsatz sei, berichtete der dänische Hersteller Universal Robots. VW bestätigte die Premiere.

Spezielle Sicherheitsvorgaben in dem automatischen Arm erlaubten das Arbeiten Hand in Hand mit Menschen. Der Konzern verspricht sich mehr Entlastung für die Angestellten. „Durch den Einsatz von Robotern ohne Schutzzäune können sie Hand in Hand mit dem Roboter zusammenarbeiten. Hierdurch wird der Roboter zum Produktionsassistent der Fertigung und kann als solcher den Mitarbeiter von ergonomisch ungünstigen Arbeiten befreien“, ließ Jürgen Häfner, Projektleiter im VW-Werk Salzgitter, erklären.

Bisher hätten die Mitarbeiter Glühstiftkerzen vornübergebeugt mit entsprechender Belastung für den Rücken in die kaum einsehbaren Zylinderkopf-Bohrungen stecken müssen. Das macht nun Kollege Roboter. Für Autobauer ist es schon seit längerem ein bedeutendes Thema, Arbeitsschritte körperschonend zu gestalten. So gibt es etwa Hilfen beim Einstieg in die Autos, um im Inneren Teile zu montieren. Auch federnde Böden kommen zum Einsatz, um das Stehen zu erleichtern.

Auch der Betriebsrat unterstützt den Einsatz des Roboters und denkt an weitere Einsatzmöglichkeiten zum Beispiel bei der Motor-Verkabelung, um auch diese Arbeitsplätze ergonomischer zu gestalten. Betriebsrat Detlef Kays: „Ein solcher Robbi könnte die Kolleginnen und Kollegen wesentlich entlasten und zur Gesunderhaltung beitragen.“

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