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Porsche-Prozess: VW-Promis im Zeugenstand

Volkswagen Porsche-Prozess: VW-Promis im Zeugenstand

Die Schadensersatzprozesse gegen Porsche gehen in die nächste Runde, und es könnte die entscheidende sein. Nachdem ähnliche Verfahren in Stuttgart und Braunschweig schon im frühen Stadium abgewiesen worden waren, will das Landgericht Hannover Zeugen hören.

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VW-Porsche-Übernahmeschlacht: Ferdinand Piëch (r.) und Wendelin Wiedeking sollen aussagen.

Quelle: dpa

Gleich vier Tage vom 5. bis zum 8. Mai hat der Vorsitzende Richter Heinrich-Ullrich Kleybolte dafür angesetzt, nicht weniger als 21 Namen stehen auf der Liste: Ferdinand Piëch findet sich da, sein Bruder Hans Michel Piëch und sein Cousin Wolfgang Porsche, ihr ehemals bestbezahlter Angestellter Wendelin Wiedeking und Uwe Hück, auch heute noch Betriebsratsvorsitzender bei Porsche.

Es könnte eine Art Ehemaligentreffen mit Geschichten aus den wilden Jahren werden, wenn - ja, wenn sie denn erscheinen und aussagen. Letzteres müssen sie nicht, denn Wiedeking und der damalige Porsche-Finanzchef Holger Härter stehen in Stuttgart wegen Marktmanipulation unter Anklage, gegen den Aufsichtsrat laufen Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe. Mehr als die Hälfte der Zeugen hätte das Recht, die Aussage zu verweigern. Es blieben diverse damals beteiligte Finanz-, Rechts- und PR-Berater als Auskunftgeber.

Notfalls werden sich Kleybolte und seine Kollegen also ohne Hilfe der Prominenz in das Jahr 2008 zurückversetzen müssen. Diverse Großanleger, die damals aufs falsche Pferd setzten und mit Optionsgeschäften auf VW-Aktien angeblich viel Geld verloren haben, erklären das jedenfalls mit falschen Informationen durch Porsche - und fordern Milliardenbeträge. Hinter dem aktuellen Verfahren am Landgericht steht die Elliott Management Corporation des amerikanischen Investors Paul Singer, die knapp zwei Milliarden Euro Schadensersatz fordert.

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